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Mehrsprachigkeit in transmodaler Kommunikation. Praktiken der Sprachalternation in deutsch-arabischen WhatsApp-Chats*
Mehrsprachigkeit in transmodaler Kommunikation. Praktiken der Sprachalternation in deutsch-arabischen WhatsApp-Chats*
Linguistik online, vol. 112, núm. 7, pp. 39-64, 2021
Universität Bern

Publicación: 15 Diciembre 2021
Abstract: The paper is concerned with codeswitching in transmodal WhatsApp messenger chats. Based on a corpus of text and audio postings from a group of German-Lebanese cousins that is complemented by ethnographic interviews, the study shows that language alternations can be associated with particular metapragmatic or indexical functions in the different modalities. In audio postings, switching between German and Arabic contextualises varying discourse relations. Also, the cousins use Arabic discourse markers (such as ya'ne, ‘it means’) frequently to structure their talk. In contrast, when they switch to Arabic in their text-postings – using Arabizi, a CMC-register in the Arabic-speaking world – this recurrently establishes a playful or ironic frame for ritual teasings. The final section discusses these transmodal and multilingual practices as multi-layered identity positionings vis-à-vis a monolingual society, their multilingual family and networked communities.
1 Einleitung
Im Kontext von Migration spielt die Kommunikation1 über mobile Messenger wie WhatsApp, WeChat, Signal oder Threema eine zentrale Rolle für den Aufbau und die Pflege lokaler wie translokaler Netzwerke (cf. Artamonova/Androutsopoulos 2019; Lyons/Tagg 2019). Mehrsprachigkeit wird so zu einer wichtigen Ressource in der digitalen Kommunikation. Der Gebrauch verschiedener Sprachen kann von den NutzerInnen als lokal bedeutsame Ausdrucksressource funktionalisiert werden, etwa für die Koordination sprachlicher Handlungen, die Kontextualisierung spezifischer Bewertungen oder interpersonaler Beziehungen (cf. Androutsopoulos 2013; Lee 2016).
Gegenüber der rein schriftbasierten Kommunikation per SMS zeichnen sich mobile Messenger- Chats durch ein breites Spektrum nutzbarer semiotischer Ressourcen aus. Die in ihrer Zeichenanzahl (fast) unbegrenzten Textnachrichten können etwa mit Emojis versehen (Beißwenger/ Pappert 2020) oder hypertextuell verknüpft werden (bei WhatsApp etwa durch die Antworten- Funktion, cf. Virtanen/Vepsäläinen/Koivisto 2021). Darüber hinaus lassen sich u. a. Sticker, Bilder, GIFs, Videos oder Hyperlinks als Postings in den sich sequenziell entfaltenden Dialogverlauf einbetten (cf. Tagg/Hu 2017). Eine entscheidende Erweiterung haben mobile Messenger durch die Einführung von Sprachnachrichten, auch Sprachmemos oder Sprachnotizen genannt, erfahren, da durch sie die mediale Mündlichkeit in die postingbasierte digitale Kommunikation Einzug hält. Text- und Sprachnachrichten können im Dialogverlauf aufeinander folgen und aufeinander Bezug nehmen (cf. König/Hector 2019). In Anlehnung an Androutsopoulos/ Stæhr (2018) soll im Folgenden von transmodaler Kommunikation gesprochen werden, die zur Hervorbringung eines Dialogs, einer kommunikativen Aktivität genutzt wird:
The proliferation of communication technologies enables interaction to be carried out in distinct modalities of language (speaking and typing) and/or mediational tools (phones and keyboards), so that written (visually perceived) and spoken (aurally perceived) utterances can complement each other in the sequential accomplishment of an activity
(Androutsopoulos/Stæhr 2018: 124)
Der Wechsel zwischen in verschiedenen Modalitäten realisierten Postings im Verlauf eines sich sequenziell entfaltenden Dialogs („mode switching“, König/Hector 2017: 23) kann für die Interagierenden von kommunikativer Relevanz sein. Beispielsweise können Textnachrichten für kurze Ankündigungen, Sprachnachrichten für längere Ausführungen genutzt werden (cf. König 2019). Mehrsprachige NutzerInnen verfügen in der transmodalen Messenger-Kommunikation somit über eine große Bandbreite an Ressourcen, mit denen sie lokal bedeutungsvolle Kontraste herstellen können: Zu der Sprachalternation, die mitunter auch mit einem Wechsel des Schriftsystems einhergehen kann, tritt der Wechsel zwischen den Modalitäten der versendeten Postings hinzu.
In diesem Beitrag soll anhand einer ethnographisch eingebetteten Untersuchung eines transmodalen mehrsprachigen Gruppenchats einer „community of practice“ (Eckert/Wenger 2005) von deutsch-libanesischen Cousinen gezeigt werden, mit welchen unterschiedlichen funktionalen Potenzialen Sprachalternation in über WhatsApp verschickten Text- und in Sprachnachrichten assoziiert werden kann. Hierfür werden zunächst bisherige Befunde aus dem Forschungsfeld vernetzter Mehrsprachigkeit skizziert (Abschnitt 2), bevor Besonderheiten des Arabischen als Ressource in der digitalen Kommunikation fokussiert werden (Abschnitt 3). Anhand eines transmodalen Vergleichs von Praktiken der Sprachalternation in Text- und Audio-Postings werden modalitätsspezifische funktionale Potenziale des Sprachwechsels aufgezeigt (Abschnitt 4), die die community of practice in ihrer Alltagsinteraktion über WhatsApp entwickelt hat. Die abschließende Diskussion (Abschnitt 5) beleuchtet die Befunde in Hinblick auf ein komplexes Gefüge von Identitätspositionen, die die Nutzerinnen durch das Repertoire von Praktiken der Sprachalternation einnehmen.
2 Vernetzte Mehrsprachigkeit
Stand bei der Untersuchung digitaler Kommunikation zunächst der Einfluss technischer Rahmenbedingungen auf die Entwicklung von Sprachgebrauchspraktiken im Vordergrund, rückten bald auch mehrsprachige Praktiken in den Interessensfokus linguistischer Arbeiten (cf. Danet/ Herring 2007; Lee 2017). Gerade das partizipative Web 2.0, in dem NutzerInnen Inhalte selbst produzieren, macht sprachliche Diversität sichtbarer. Mit der zunehmenden Verbreitung dialogischer schriftbasierter Kommunikationsformen wie Chats, Foren, E-Mails oder Twitter hat sich die Medienlinguistik Praktiken der sequenziellen Organisation der technikvermittelten Interaktion zugewendet und hierbei auch Praktiken des Codeswitchens in den Blick genommen. Die Forschung interessiert sich insbesondere dafür, wie Sprachwechsel in der digitalen Kommunikation diskurspragmatisch genutzt werden (exemplarisch etwa Morel 2018 für SMS- und WhatsApp-Nachrichten; für einen Überblick Androutsopoulos 2013). Sprachalternation kann zudem als Ressource eingesetzt werden, um auf die Diversifizierung verschiedener Publika zu reagieren, die für öffentlich oder halb-öffentlich Netzwerk-Plattformen charakteristisch ist (cf. König/Oloff 2019). So werden durch die jeweilige Sprachwahl verschiedene Nutzerkreise selegiert und adressiert (cf. Androutsopoulos 2014; Tagg/Seargeant 2014). Die Kommunikation über das Internet bietet neue Möglichkeiten, transnationale Netzwerke aufzubauen und aufrecht zu erhalten (cf. Androutsopoulos 2015 für das Konzept einer „vernetzten Mehrsprachigkeit“, siehe auch Tagg/Lyons 2018). In diesem Kontext sind mehrsprachige Praktiken daher immer auch eine wichtige Ressource für den Ausdruck und die Verhandlung hybrider Identitätspositionen (cf. Androutsopoulos 2015; Hinrichs 2006; Wentker 2018; Hinnenkamp 2008).
Bislang stehen vornehmlich textbasierte Formen dialogischer digitaler Kommunikation im Fokus der linguistischen Analyse (cf. etwa das Special Issue zu Multilingual literacy practices von Vold Lexander/Gonçalves/Korne 2020). Mehrsprachige NutzerInnen eignen sich die ihnen zur Verfügung stehenden schriftlich-visuellen Ressourcen dabei auf spezifische Weise an. Die oftmals informelle Kommunikationssituation führt zur Ausbildung neuer orthographischer Gebrauchsnormen, wenn etwa Dialekte verschriftet werden, für die keine kodifizierte orthographische Norm vorliegt (cf. Grünert 2011; Huber/Schwarz 2017;Weber/Schürmann 2018). Nutzer- Innen bedienen sich für ihre kommunikativen Zwecke zudem verschiedener Schriftsysteme (cf. Angermeyer 2012; Ma 2016; Palfreyman/Khalil 2007; Sebba 2012; Tagg/Seargeant 2012). Im Kontext digitaler Kommunikation ist beispielsweise Greeklish, die Verschriftung griechischer Nachrichten mit lateinischen Graphemen, breiter untersucht (cf. Androutsopoulos 2012; Georgakopoulou 1997; Tseliga 2007). Ein Wechsel zwischen den Schriftsystemen wird hier etwa zur Differenzierung zwischen formellen und informellen Nachrichtenteilen funktionalisiert. Des Weiteren beschrieben ist eine spielerische Hybridisierung von Grapheminventaren aus verschiedenen Sprachen (cf. Androutsopoulos 2020; Bucher 2015; Hinnenkamp 2008). Über Mehrsprachigkeit in mündlichen Formaten dialogischer digitaler Kommunikation gibt es bislang hingegen kaum Befunde.2 Entsprechend ist auch über Sprachalternation in transmodaler mündlicher und schriftlicher Kommunikation wenig bekannt.
3 Arabisch in der digitalen Kommunikation
Bevor in Abschnitt 4 Praktiken der Sprachalternation in transmodalen WhatsApp-Chats einer deutsch-libanesischen community of practice untersucht werden, soll die soziolinguistische Landschaft, in der sich die Gruppenmitglieder situieren, kurz skizziert werden. Diese ist u. a. geprägt durch den Gebrauch eines in der arabischsprachigen Welt weit verbreiteten informellen Schreibregisters, das sich in verschiedenen Formen der textbasierten digitalen Kommunikation entwickelt hat.
Arabisch wird weltweit von mehr als 300 Millionen Menschen als Erst- oder Zweitsprache gesprochen. Es ist Amtssprache in über 20 Ländern mit Schwerpunkt in Nordafrika und dem Nahen Osten; zugleicht kommt ihm im Kontext von Migration eine große Rolle als Herkunftssprache zu (cf. Riedner/Kassem 2010; Selmani 2017; Zeldes/Kanbar 2014 für Überblicksdarstellungen). Die Sprachpraxis ist geprägt durch eine Situation der Diglossie (cf. Albirini 2016; Bassiouney 2009). Das klassische Hocharabisch ist vor allem in seiner schriftlichen Repräsentation eng mit religiösen Praktiken assoziiert und zeichnet sich durch eine stark normierte Grammatik und Orthographie aus. Für den überregionalen Diskurs im Kontext von Schule, Presse und institutioneller Kommunikation wird modernes Hocharabisch genutzt. Die Alltagskommunikation erfolgt meist in lokalen Dialekten, die in der Regel nicht Gegenstand einer institutionell-gesteuerten Vermittlung sind und für die kein orthographischer Standard existiert.
Mit der – auch im Bewusstsein der Sprecher klar verankerten – Unterscheidung zwischen der arabischen Hochsprache (al-luġat al-fuṣḥā, wörtlich: die beredte Sprache) und der Umgangssprache (al-luġat al- ̔āmmiyya, wörtlich: die Sprache des gemeinen Volks) verbinden sich klare Wertungen: Der idealen Form der Hochsprache steht eine weitgehend als struktur- und grammatiklos eingestufte Umgangssprache gegenüber.
Auch wenn sich diese grundlegende Negativhaltung gegenüber den lokalen Varietäten des Arabischen in Spracheinstellungsuntersuchungen als relativ stabil erweist (Albirini 2016), so zeichnen soziolinguistische Arbeiten zugleich die zunehmende Bedeutung der Verschriftung lokaler Varietäten im öffentlichen Diskurs nach (exemplarisch etwa Bassiouney 2014; Ibrahim 2010; Caubet 2017). In der digitalen Kommunikation über E-Mails, SMS, Chats oder social media- Plattformen hat sich etwa seit Beginn der 1990er ein spezifisches Schreibregister entwickelt, mit dem die verschiedenen lokalen Varietäten verschriftet werden, wie das folgende Twitter- Posting illustriert.

Das Schreibregister, das sich in einer Zeit entwickelt hat, in der digitale Kommunikation ausschließlich über ASCII-Zeichen erfolgen konnte (cf. Haggan 2007), zeichnet sich dadurch aus, dass Ziffern zur Repräsentation von Phonemen genutzt werden, für die es keine Entsprechungen im lateinischen Grapheminventar gibt.3 In dem oben aufgeführten Beispiel wird etwa die Ziffer <3> für die den stimmhaften pharyngalen Frikativ /ʕ/ gebraucht. Die Ziffern stehen dabei zumeist in einer Ähnlichkeitsbeziehung mit den arabischen Schriftzeichen. So würde der Frikativ /ʕ/ isoliert mit dem Zeichen < ع> verschriftet werden, das einer gespiegelten <3> nahekommt. Untersucht ist der Gebrauch des Schreibregisters bereits für verschiedene arabischsprachige Länder, etwa den Libanon (cf. Abu Elhij'a 2012), Ägypten (cf. White 2012; Warschauer/El Said/Zohry 2007;Bjørnsson 2010), Kuwait (cf. Haggan 2007), Saudi-Arabien (cf. Alsulami 2019; Alghamdi/Petraki 2018), Jordanien (cf. Abu Elhij'a 2012;Al- Khatib/Sabbah 2008; Al-Tamimi/Gorgis 2007; Bianchi 2013), die Vereinigten Arabischen Emirate (cf. Palfreyman/Khalil 2007) und auch Israel (cf. Khatteb Abu-Liel/Eviatar/Nir 2020;Abu Elhij'a 2012). In der Forschungsliteratur finden sich unterschiedliche Bezeichnungen („Latinized Arabic“, White 2012; „Romanized Arabic“, Al-Tamimi/Gorgis 2007; „ASCII-ized Arabic“, Palfreyman/Khalil 2007); am gebräuchlichsten ist aber der von den NutzerInnen selbst oftmals verwendete Terminus „Arabizi“ (ein Portmanteau-Wort aus arabi (‚Arabisch‘) und inglizi (‚Englisch‘)).
Auch nach der Einführung arabischer Nutzeroberflächen auf Smartphones und bei zahlreichen sozialen Netzwerken wird Arabizi weiterhin unter zumeist jungen SchreiberInnen für die digitale Kommunikation4 genutzt. Es gibt keine zentrale Leitnorm; die Schreibpraxis ist bestimmt durch die verschiedenen lokalen Dialekte und die jeweils dominanten Kontaktsprachen (zumeist Englisch oder Französisch). Die Schreibkonventionen werden nicht institutionell vermittelt oder reguliert; Arabizi wird spontan erworben („acquired by practice“, Yaghan 2008: 45). Im Vergleich zu dem stark normierten Hocharabisch zeichnet sich Arabizi durch ein hohes Maß an orthographischer Flexibilität aus, die von den NutzerInnen als Vorteil empfunden wird.
When writing in MSA [Modern Standard Arabic, K. K.], there are very stringent and difficult rules of spelling, while Arabizi lacks spelling conventions and there is no single “correct” encoding, and it is more flexible given its informal nature and its spontaneous emergence (Maamouri et al. 2014). […] In fact, our participants described MSA as less accessible and more normative, where linguistic errors are always noticed and corrected.
(Khatteb Abu-Liel/Eviatar/Nir 2020: 9f.)
Im Metasprachdiskurs wird Arabizi hingegen kontrovers diskutiert. Der Gebrauch des lateinischen Alphabets wird mit einem hegemonialen Einfluss ehemaliger Kolonialmächte oder der westlichen Welt assoziiert (cf. Allehaiby 2013; Yaghan 2008). Negative Effekte auf orthographische Kompetenzen im Hocharabischen werden befürchtet (cf. Al-Shaer 2016). Auch Personen, die Arabizi häufig in ihrer Alltagskommunikation nutzen, bewerten das Schreibregister oftmals stark negativ (cf. Albirini 2016: 268–279). Zugleich kommt Arabizi eine identifikatorische und auch emanzipatorische Funktion zu. Mit dem Gebrauch des digitalen Schreibregisters positioniert man sich als junge, online-affine Person, die offen und kreativ mit der arabischen Sprache umgeht (cf. Alghamdi/Petraki 2018; Palfreyman/Khalil 2007; Bianchi 2015). Durch die Abkopplung von dem stark normierten orthographischen Standard für das Hocharabische werden neue Formen der Schriftlichkeit möglich: Lokale Dialekte werden in einem bisher nicht dagewesenen Ausmaß verschriftet und können zum Ausdruck lokaler Identitäten genutzt werden (cf. Schulthies 2014). Arabizi löst jedoch keineswegs die arabische Schrift ab; vielmehr zeigt sich eine funktionale Ausdifferenzierung im Gebrauch der Verschriftungsstrategien. Monologische Kommunikation, die sich an große Nutzerkreise richtet (etwa Blogs und Facebook-Seiten), basiert in großen Teilen auf der arabischen Schrift (cf. Albirini 2016: 268– 279; Bianchi 2013); informelles interaktionsorientiertes Schreiben (im Sinne von Beißwenger/Storrer 2012) – oftmals unter jungen SchreiberInnen, in der Regel jedoch nicht in der Kommunikation mit den Eltern – erfolgt hingegen überwiegend in Arabizi (cf. Alsulami 2019; Alghamdi/Petraki 2018;Khatteb Abu-Liel/Eviatar/Nir 2020; Palfreyman/Khalil 2007). Arabizi hat sich also zu einer wichtigen Ressource für die digitale Kommunikation entwickelt, die stark in sprachideologische Debatten in der arabischsprachigen Welt eingebettet ist (cf. Schulthies 2014; Theodoropoulou 2017). Über den Gebrauch von Arabizi durch SprecherInnen mit Arabisch als Herkunftssprache liegen bislang jedoch keine Untersuchungen vor. Studien zu SprecherInnen mit Arabisch als Erst- und Deutsch als Zweitsprache befassen sich vorwiegend mit dem Ausbau formaler sprachlicher Register in beiden Sprachen (cf. Maas 2009; Mehlem 1998; Böhm/Mehlem 2018;Mehlem 2010). In diesen Arbeiten stehen überwiegend schulbezogene Textsorten, die zudem oftmals durch Elizitationsverfahren erhoben werden, im Fokus. Über alltägliche Gebrauchstextsorten deutsch-arabisch mehrsprachiger SprecherInnen ist daher wenig bekannt.
4 Sprachalternation in transmodaler Messenger-Kommunikation
Will man Codeswitching in transmodaler Messenger-Kommunikation untersuchen, so müssen verschiedene Formen der Alternation unterschieden werden: Zum einen können NutzerInnen innerhalb eines Text- oder von Audio-Postings zwischen Sprachen alternieren. Bei Text Postings ist zudem zu berücksichtigen, dass ein Wechsel zwischen orthographischen Systemen oder Schriftsystemen erfolgen kann. Ebenso können Sprachwechsel zwischen einzelnen Postings auftreten. Dies kann sowohl eigene als auch fremde Postings betreffen. Wenn also im Folgenden Codeswitching in deutsch-arabischen transmodalen WhatsApp-Dialogen untersucht wird, müssen die verschiedenen Sprachen in den verschiedenen Modalitäten sowie die in Textnachrichten genutzten orthographischen Ressourcen in ihrer jeweiligen sequenziellen Einbettung in den Blick genommen werden.
4.1 Die WhatsApp-Chatgruppe
Die vorliegende Untersuchung steht in Zusammenhang mit einem Forschungsprojekt zur Dialogizität von Text- und Sprachnachrichten in der WhatsApp-Kommunikation. Zusätzlich zu einem Kernkorpus von transmodaler Kommunikation von monolingualen DaM-NutzerInnen wurde ein Teilkorpus deutsch-arabischer WhatsApp-Kommunikation erhoben und aufbereitet. Erfasst wird die WhatsApp-Kommunikation einer community of practice von sieben in Deutschland lebenden Schwestern und Cousinen libanesischer Herkunft. Zur Auswertung liegen insgesamt 493 Sprachnachrichten, 1667 Textnachrichten sowie 179 Bild- und Video-Postings vor, die an 24 Tagen in der Gruppe verschickt wurden.5 Ergänzt wird diese Datengrundlage im Rahmen einer diskurszentrierten Ethnographie (cf. Androutsopoulos/Stæhr 2018) durch sprachbiographische Interviews und geleitete Diskussionen zu einzelnen Dialogausschnitten.6
In dem untersuchten Gruppenchat mit dem Namen „Mas5ara “ (‚Schwachsinn‘)7 tauschen sich die Nutzerinnen über ihre Alltagserlebnisse aus, erzählen von ihren Kindern, posten Bilder ihrer Mahlzeiten oder planen gemeinsame Verabredungen. Zum Zeitpunkt der Erhebung (12/2018–02/2019) waren die Nutzerinnen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren. Sie sind Mütter in Elternzeit, arbeiten als Angestellte oder studieren. Alle Nutzerinnen sind in Deutschland geboren und haben als Erstsprache libanesisches Arabisch ungesteuert erworben. Deutsch haben sie in mündlicher Kommunikation ab dem Kindergartenalter genutzt und den Schriftspracherwerb in der Primar- und Sekundarstufe vollzogen. Darüber hinaus haben sie auf Wunsch der Eltern von der Grundschule bis zur Sekundarstufe I eine Samstagsschule besucht und hier klassisches Hocharabisch und die arabische Schrift erlernt. Arabizi, das informelle Schreibregister, das sie in ihren WhatsApp-Dialogen nutzen, haben sie nach eigenen Angaben spontan über MSN-Chats mit Verwandten aus dem Libanon erworben.
Mit durchschnittlich 55 Postings pro Tag weist der Gruppenchat eine sehr hohe Nachrichtendichte auf. Deutsch stellt hierbei die grundlegende Interaktionssprache dar, es kommt aber wiederholt auch zu verschiedenen Formen des Codeswitchings. Bei Audio-Postings, die in den erhobenen Daten vergleichsweise kurz gehalten sind (im Schnitt 11,2 Sekunden), findet in der Regel ein Sprachwechsel innerhalb der Sprachnachricht statt. Es finden sich nur wenige Audio- Postings, die ausschließlich auf Deutsch oder Arabisch realisiert werden. Bei Textnachrichten hingegen machen vollständig auf Deutsch gehaltene Postings den größten Anteil der dokumentierten Daten aus (60,7%). Es folgen rein auf Libanesisch realisierte Nachrichten (14,2%) und schließlich Text-Postings (8,6%), in denen die Nutzerinnen innerhalb einer Nachricht zwischen den Sprachen alternieren.8 Festzuhalten ist zudem, dass für die Verschriftung des Libanesischen ausschließlich Arabizi genutzt wird. Ein Scriptswitching, bei dem die Nutzerinnen zwischen dem lateinischen und dem arabischen Alphabet wechseln, wird in der Gruppe also nicht als Ressource genutzt.9 Die folgenden Analysen von Codeswitching in den transmodalen Dialogen werden daher auf Praktiken der Sprachalternation fokussieren.
4.2 Sprachalternation in Audio-Postings
Im Folgenden soll anhand einer exemplarischen Analyse von Audio-Postings und schriftbasierten Dialogsequenzen aufgezeigt werden, dass sich in beiden Modalitäten spezifische Funktionspotenziale der Sprachalternation ausgebildet haben.
4.2.1 Herstellung von lokalem Kontrast
In Audio-Postings wird der Wechsel zwischen Deutsch und libanesischem Arabisch rekurrent für die metapragmatische Abgrenzung verschiedener Diskurseinheiten oder -ebenen verwendet. Durch den Sprachwechsel nehmen die Sprecherinnen etwa eine Trennung zwischen narrativer Rekonstruktion und wertendem Kommentar vor, sie setzen Wortsuchen von dem umgebenden Kontext ab oder sie unterscheiden redeeinleitende Floskeln von der wiedergegebenen Rede. Die folgenden Beispiele illustrieren einige dieser Verwendungen.
In dem ersten Ausschnitt gibt Nutzerin Fatma ihrer Cousine Marina einen Ratschlag. Marina hat zuvor berichtet, dass ihr Sohn bei einer Auseinandersetzung in seiner Kita am Kopf verletzt wurde. In dem sich daraufhin entspannenden Dialog, der über zahlreiche Sprach- und Textnachrichten geführt wird, diskutieren die Nutzerinnen, wie es sein kann, dass ihm die Erzieherinnen die Verantwortung für den Konflikt zuschreiben, gleichzeitig aber beteuern, die Streitereien nicht direkt beobachtet zu haben. Während Marina überlegt, sich an die Kita-Leitung zu wenden, schlägt Fatma in einer Sprachnachricht vor, sich zuvor die Perspektive der Erzieherinnen einzuholen. Das Audio-Posting ist die erste Nachricht, mit der sich Fatma an der Diskussion beteiligt. Sie nutzt die Antworten-Funktion des Messengers, um direkt auf Marinas Initial-Posting zu reagieren. Sowohl Marinas erstes Posting als auch die unmittelbar dem Audio-Posting vorausgehenden Textnachrichten sind auf Deutsch gehalten.

Fatma präsentiert zunächst ihre Einschätzung der Situation (001–003), bevor sie in 004 einen Ratschlag formuliert. Im nächsten Segment, für das sie ins Arabische switcht, erläutert sie, welches Ziel Marina mit dem nochmaligen Nachfragen verfolgen könnte, um in Segment 006 die Formulierung des Ratschlags auf Deutsch fortzusetzen. Die Sprachalternation dient hier also zur Kontextualisierung der Ausgliederung der Erläuterungshandlung aus der Hauptaktivität des Ratgebens. Die arabische Erläuterung wird auf diese Weise von auf Deutsch realisierten Äußerungen eingeklammert und somit als Einschub gerahmt.
Codeswitching findet sich in den untersuchten Audio-Postings zudem rekurrent im Kontext von sequenziell komplexen Diskursmustern wie etwa Erzählungen (cf. König 2019 zu narrativen Strukturen in Sprachnachrichten). In dem folgenden Audio-Posting rekonstruiert die Sprecherin Kaya Erfahrungen aus ihrer Frühschwangerschaft.


Die Ankündigung der Erzählung durch eine vorgelagerte Bewertung (002) sowie die Situierung im Erzählgeschehen (003–006) erfolgen weitgehend auf Deutsch. Für eine dramatisierende Darstellung der Handlungskomplikation (007/008) wechselt die Sprecherin kurz in ein Mixing aus Arabisch und Deutsch, bevor sie die weitere Rekonstruktion der Geschehnisse auf Deutsch vornimmt (009–011). In der sich im Folgenden entspannenden Erzählung animiert die Sprecherin an verschiedenen Stellen in direkter Rede die Stimmen der am Geschehen beteiligten Personen (Günthner 2002). Die Redewiedergaben werden jeweils mit einer Quotativ-Form eingeleitet. In Segment 013 wird die Rede auf Arabisch initiiert (ale ‚er sagte mir‘), die Redewiedergabe erfolgt auf Deutsch.10 Auch die auf Deutsch inszenierte Gegenrede in Segment 016 wird durch eine arabische Quotativ-Form eingeleitet („"eltelo“ ‚ich sagte ihm‘). Ab Segment 018 wechselt das Muster: Die Quotative werden nun jeweils auf Deutsch realisiert („der so“, 018, 020, 022), die Redewiedergaben in Segmenten 019 und 022–023 erfolgen auf Arabisch. Die Umkehr bei der Sprachwahl zwischen Quotativ und Redeinszenierung kann ebenfalls als funktional motiviert eingestuft werden. Die Sprecherin unterscheidet auf diese Weise in ihrer Erzählung zwischen verschiedenen Zeitebenen: der eingangs rekonstruierten Dialogsituation und einer zeitlich vorgelagerten Interaktion („am anfang“, 018). Mit Ausnahme der Wiedergabe in Segmenten 020/021, bei der sowohl die Redeeinleitung wie auch die Wiedergabe auf Deutsch erfolgen, wird in dem Ausschnitt durch Sprachalternation also wiederholt ein Kontrast zwischen dem redeeinleitenden Ausdruck und der wiedergegebenen Rede hergestellt.
Die in diesem Abschnitt analysierten Beispiele illustrieren, dass die Nutzerinnen Codeswitching in Sprachnachrichten als Ressource für die Diskursorganisation nutzen. Durch den Sprachwechsel zeigen sie eine Änderung der Aktivität an, indem etwa wie in Beispiel 1 eine Erläuterung von dem sie umgebenden Kontext abgesetzt und so als Einschub realisiert wird. Ferner kann die Sprachalternation einen Wechsel zwischen der erzählten Welt (der Redewiedergabe in der rekonstruierten Situation) und der Erzählwelt (dem narrativen Rahmen, in dem erzählt wird) kontextualisieren (Beispiel 2). Zu betonen ist, dass in den Daten keine übergreifende Tendenz feststellbar ist, Erläuterungen, animierte Rede oder Quotativ-Formen immer in einer bestimmten Sprache zu vollziehen. Auch ist keine Assoziation zwischen einer affektiven Werthaltungen oder spezifischen sprachlichen Handlungen mit einer Sprache – etwa dergestalt, dass das Arabische mit einer Ironisierung oder Distanzierung verbunden wird oder dass Vorwürfe stets auf Arabisch oder Deutsch realisiert werden – feststellbar. In den gegebenen Beispielen dient Codeswitching primär der Herstellung von lokalem Kontrast zwischen verschiedenen Diskurssegmenten.
Diese Befunde lassen sich an bisherige Untersuchungen zu konversationellem Codeswitching in Gesprächen anbinden, die ebenfalls die Funktionalisierung von Sprachalternation als von den Interagierenden als lokal bedeutungsvoll interpretierte Kontrastierungspraktik hervorheben (cf. etwa Auer 1999). Zugleich müssen die besonderen Bedingungen reflektiert werden, unter denen mündliche Kommunikation in postingbasierten Messenger-Dialogen stattfindet. Anders als in zeitlich synchronisiert vollzogenen Gesprächen werden Sprachnachrichten ohne die Möglichkeit einer unmittelbaren Interaktion mit den AdressatInnen produziert. Man konkurriert während des Sprechens nicht um das Rederecht, sondern bestimmt selbst, wie lang ein mündlicher Dialogbeitrag ist. Sequenzielle Bezüge zwischen Teilhandlungen werden in zeitlich mitunter stark versetzten Postings hergestellt (cf. König/Hector 2019). Die in diesem Abschnitt aufgezeigten Codeswitching-Praktiken sind also insofern diskursbezogen, als sie als Ressource dienen, mit der die Sprecherinnen ihre unter ‚monologischen‘ Sprechbedingungen produzierten Beiträge untergliedern und intern organisieren. Welche dialogischen Bezüge sich durch einen Sprachwechsel zwischen den Audio-Postings verschiedener Nutzerinnen ergeben, muss Gegenstand weiterer Untersuchungen sein.
4.2.2 Diskursorganisation mit ya'ne
Monolingual deutsche SprecherInnen nutzen zur internen Organisation der ohne direkte Interaktion mit den AdressatInnen entstehenden Audio-Postings verschiedene Diskursmarker. Ausdrücke wie ja, naja, genau oder okay werden für die Anzeige von thematischen Abschlüssen genutzt, Marker wie also oder aber leiten Erläuterungen oder Zusammenfassungen des bisher Gesagten ein (was wiederum einen Themenwechsel vorbereiten kann; cf. König 2021b). Die SprecherInnen navigieren sich so selbst durch das emergent entstehende mündliche Kommunikat und machen zugleich die Grenzen zwischen kommunikativen Aktivitäten oder Themensträngen für die AdressatInnen erkennbar.
Für die Kommunikation über Sprachnachrichten in der hier untersuchten community of practice hat sich ein spezifisches Nutzungsprofil entwickelt: Zunächst fällt auf, dass bestimmte Diskursmarker in den deutsch-arabischen Audio-Postings kaum oder gar nicht vorkommen. Dies betrifft etwa das im Vergleichskorpus oftmals für das Ende von thematischen Einheiten gebrauchte genau (cf. König 2021a, cf. auch Auer 2021 zum autoreflexiven Sprechen), das in den 493 untersuchten deutsch-arabischen Audio-Postings nur einmal in Diskursmarkerfunktion belegt ist. Marker wie naja oder ich mein werden von den Sprecherinnen gar nicht genutzt. Mit diskursgliedernder Funktion kommen bei deutschen Ausdrücken am häufigsten ja (N=48), so (N=18) und also (N=13) vor. Weitaus häufiger machen die Sprecherinnen Gebrauch von arabischen Diskursmarkern. Mit 40 Belegen ist der Ausdruck ya'ne (‚das heißt‘) der in den Daten frequenteste arabische Diskursmarker, gefolgt von "eno (‚also‘) (N=34), wallah (‚ichschwöre‘)11 (N=33) und hala" (‚jetzt‘) (N=19).

Die folgenden Analysen fokussieren den in den untersuchten Audio-Postings am häufigsten vorkommenden arabischen Diskursmarker ya'ne, um typische Verwendungskontexte des Ausdrucks zu illustrieren. Ya'ne ist in verschiedenen arabischen Dialekten (Marmorstein 2016) und Kontaktvarietäten (Marmorstein/Maschler 2020; Özdil 2010) mit diskursbezogenen Funktionen belegt. Für das ägyptische Arabisch umschreibt Marmorstein (2016) die Kernfunktion des Ausdrucks als „point marker“: Ya'ni (so die Realisierung im Kairoer Dialekt) wird von SprecherInnen genutzt, um den für sie wesentlichen Aspekt ihrer Ausführungen zu markieren. Der Diskursmarker wird eingesetzt, um die Formulierung des Kerngedankens zu markieren („stating the point“), ihn zu erläutern („elaborarting on the point“) oder wiederholt hervorzuheben („stressing the point“). Auch in den hier untersuchten Daten findet sich ya'ne oftmals im Kontext ähnlicher themenbezogener Relationierungen.
In den Audio-Postings wird der Ausdruck ya'ne von den Sprecherinnen meist äußerungsinitial positioniert. Vorkommen in finaler Position und als prosodisch desintegrierte selbstständige Einheit, seltener in medialer Position sind ebenfalls belegt. Seine Verwendung ist nicht an einen arabischsprachigen Kontext gebunden. Wie das folgende Beispiel zeigt, kann ya'ne dazu gebraucht werden, um von einer deutschen zu einer arabischen Äußerung überzuleiten (006) oder eine deutsch-arabische Mischstruktur einzuklammern.

Mit ihrem Audio-Posting reagiert Kaya auf eine zuvor gepostete Beschwerde von Nutzerin Melena darüber, dass in der Gruppe zahlreiche Nachrichten mit in großen Teilen belanglosen Inhalten verschickt werden. Kaya eröffnet das Posting auf Arabisch (zentrale thematische Elemente sind auf Deutsch realisiert und so hervorgehoben), bevor sie für die Illustration ihrer allgemeinen Diagnose in Segmenten 004–005 ins Deutsche wechselt. Mit dem initial positionierten ya'ne (006) leitet sie wieder ins Arabische über. Auf der Diskursebene wechselt Kaya zudem vom Spezifischen auf das Abstrakte: Sie formuliert hier die Kernaussage des Postings. Die im Folgenden von einem initialen und einem finalen ya'ne umklammerte Äußerung, bei der zentrale nominale Bestandteile analog zu der Struktur in 002–003 auf Deutsch gehalten sind, vollzieht den gegenteiligen Wechsel: Kaya nimmt hier eine Konkretisierung bzw. Erläuterung der Kernaussage vor. Zugleich bezieht sie in den durch ya'ne eingeleiteten oder gerahmten Äußerungen eine Position gegenüber der von Melena geäußerten Kritik.
Dass ya'ne nicht immer mit einem Sprachwechsel einhergehen muss und auch in deutsche Diskurssegmente eingebettet werden kann, belegt das folgende Beispiel. Sprecherin Melena präsentiert hier ihre Einschätzung zu einem libanesischen Imbiss, bei dem sie kürzlich gegessen hat:

Auch hier wird der Diskursmarker dazu eingesetzt, die Kernaussage, die die Sprecherin aus dem vorher Gesagten ableitet, hervorzuheben (stating the point, im Sinne von Marmorstein 2016). Die Trennung zwischen der propositionalen Ebene und der Diskursebene spiegelt sich in diesem Beispiel auch in der Sprachwahl wider (cf. Maschler 1994 zur Metapragmatik eines switching at discourse marker). Zudem ist – ähnlich wie in Beispiel 3 – zu beobachten, dass die Sprecherin in der durch ya'ne eingeleiteten Äußerung eine Position bezieht bzw. ihre Haltung gegenüber einem zuvor im Diskurs eingeführten Bewertungsobjekt vermittelt. Der folgende Ausschnitt belegt zwei Vorkommen von prosodisch desintegriert realisiertem ya'ne. Die Sprecherin Kaya berichtet, dass sie sich im jetzigen Stadium ihrer Schwangerschaft körperlich sehr fit fühlt.


Mit wenigen Ausnahmen, in denen Kaya für eine Erläuterung (011–012), eine Zusammenfassung (023) oder die Rekonstruktion eines Gesprächs mit ihrer Mutter (024–026) und Beispielanführungen (027–028) ins Arabische wechselt (siehe Abschnitt 4.2.1 zu diskursgliedernden Funktionen des Codeswitchings), ist der Auszug auf Deutsch gestaltet. Auch bei den drei Vorkommen des Diskursmarkers ya'ne wechselt die Sprecherin nicht ins Arabische. Die desintegrierten Vorkommen von ya'ne (015, 037) stehen jeweils im Kontext von Zögerungen und Pausen, was belegt, dass der Marker auch als Planungssignal eingesetzt werden kann. Ya'ne ist an diesen Stellen jedoch mehr als nur ein reines Haltesignal, da es zugleich eine thematisch an das bisher Gesagte anschließende Fortführung projiziert.
Die metapragmatischen Relationierungen, die die Sprecherin jeweils mit ya'ne vornimmt, variieren in diesem Ausschnitt: In Segment 015 wechselt Kaya von der allgemeinen Beschreibung, dass die „voll im Programm“ sei, zu einer Spezifizierung oder Illustration dieser Selbst-positionierung (016–022). In Segment 030 wechselt sie mit ya'ne von der Detaillierung ihrer Unternehmungen auf die abstrahierende Perspektive, indem sie konstatiert „ich bin voll tätig;“ In Segment 037 folgt auf das ya'ne abermals ein Resümee aus den vorherigen Detaillierungen. Auch hier wird, wie auch schon in Segmenten 015 und 030, eine Selbstpositionierung vorgenommen.
Die obigen Analysen des Gebrauchs von ya'ne zeigen somit funktionale Parallelen zu den Befunden von Marmorstein (2016) auf. In den deutsch-arabischen Sprachnachrichten setzen die Sprecherinnen den Marker ein, um die Kernaussage aus ihren vorherigen Ausführungen zusammenzufassen (analog zu Marmorsteins stating the point) oder eine Explikation oder Detaillierung einer allgemeinen zuvor verbalisierten Aussage einzuleiten (elaborating on the point). Eine solche Relationierung kann mit einem Sprachwechsel einhergehen, wird aber häufig auch zur Verbindung von auf Deutsch gehaltenen Diskurssegmenten genutzt. Der mit dem Marker vorgenommene Sprachwechsel (von Deutsch auf Arabisch oder vice versa ebenso wie die Verwendung des arabischen Markers in einem Kontext mit Deutsch als Matrixsprache) verdeutlicht den Kontrast zwischen der Diskursebene und der propositionalen Ebene (Maschler 1994). Darüber hinaus belegen die drei hier untersuchten Auszüge eine weitere funktionale Dimension von ya'ne: Die Sprecherinnen nutzen den Marker rekurrent zur Einleitung einer Selbstpositionierung. Ya'ne operiert also auf verschiedenen Ebenen der Diskursorganisation. Der Marker dient zum einen als Planungssignal, das die Sprecherinnen zur Bewältigung der inkrementellen mündlichen Sprachproduktion eines längeren monologisch produzierten Beitrags einsetzen. Zugleich wird eine spezifische Art der thematischen Relationierung der verbundenen Diskurssegmente kontextualisiert. Neben der Anzeige einer Unterscheidung von Kernaussage und Erläuterung lässt sich auch ein wiederkehrendes Muster der Projektion von Selbstpositionierungshandlungen erkennen.
Ya'ne ist Teil eines Repertoires weiterer Diskursmarker, die individuelle Funktionsprofile aufweisen und an dieser Stelle nicht weiter untersucht werden können. Der quantitative Überblick in Tabelle 1 zeigt, dass arabische Diskursmarker eine zentrale kommunikative Ressource zur Organisation des mündlichen Diskurses in Audio-Postings darstellen. Die Sprecherinnen interpretieren den Gebrauch als sozialen Index, mit dem sie sich von dem Diskursmarkergebrauch in monolingual deutschen Sprachnachrichten absetzen. Angesprochen auf die Beobachtung, dass bestimmte Diskursmarker wie genau selten in Audio-Postings vorkommen, berichtet etwa Nutzerin Fatma in einem ethnographischen Interview:
„Ich weiß nicht, ob das bewusst geschieht, aber ich glaube, dass das ne Abgrenzung ist zu nem bestimmten, nicht Sprachsystem aber zu ner bestimmten Sprechweise. […] dass man sich von einer gewissen auch, ich sag mal, deutsch geprägten Sprechweise distanziert. Das kommt halt öfter mal vor, dass manche sagen: Ich bin doch keine Deutsche.“
(Ethnographsiches Interview #2 Fatma 21.05.2019)
Sowohl die Alternation zwischen dem Arabischen und dem Deutschen als auch der markierte Gebrauch arabischer Diskursmarker fungieren somit als sprachliche Ressourcen, mit denen die Nutzerinnen in Sprachnachrichten eine spezifische Identitätsposition zum Ausdruck bringen.
4.3 Sprachalternation in Text-Postings
Die folgenden Abschnitte wenden sich Praktiken der Sprachalternation in Textnachrichten zu. Grundlegend erfolgt der Austausch über Textnachrichten auf Deutsch, die Nutzerinnen machen jedoch wiederholt auch Gebrauch von auf Arabizi geschriebenem libanesischem Arabisch. Anhand exemplarischer Analysen soll gezeigt werden, dass Codeswitching in Textnachrichten ebenfalls zur Diskursorganisation genutzt wird und darüber hinaus zur Etablierung eines spaßhaft- ironischen Rahmens für Frotzelaktivitäten und rituelle Beleidigungen gebraucht wird.
4.3.1 Diskursstrukturierung durch Chunking und Codeswitching
In den untersuchten Daten sind Textnachrichten stets als kürzere Diskurseinheiten gestaltet. Postings, die sich über mehr als zwei Bildschirmzeilen erstrecken, sind selten. Während Sprachnachrichten in der Gruppe für narrative Rekonstruktionen von Alltagserlebnissen (siehe Beispiele 2, 5), Ratschläge (siehe Beispiel 1), Bewertungen (siehe Beispiel 4), Kommentare zum aktuellen Dialoggeschehen (siehe Beispiel 3) oder auditive Aufführungen12 genutzt werden, nehmen die Nutzerinnen in Textnachrichten meist kurze Beschreibungen ihrer aktuellen Aktivitäten vor, kommentieren Videos und Bilder (i. d. R. von ihren verschiedenen Mahlzeiten am Tag oder von Familienmitgliedern) oder aktuelle Ereignisse.
Arabizi wird in den untersuchten Daten wiederkehrend für bestimmte Aktivitäten gebraucht, wenn sich die Gruppenmitglieder etwa über ihre Mahlzeiten austauschen und Erstaunen, Entzücken, Verwunderung oder Überraschung zum Ausdruck bringen. Zu diesen kommunikativen Anlässen werden meist kurze formelhafte arabische Ausdrücke wie etwa das Adjazenzpaar „sa7ten“ (saḥten, ‚Guten Appetit‘)/„3ala albik“ ('a "albik, ‚Danke‘) oder Ausrufe wie „Smalla 3aleh Ma atyabo“ (smallah 'aleh ma atyabo, ‚wie süß (im Namen Gottes) er ist‘) genutzt. In anderen Aktivitätskontexten kann ein Wechsel in der Interaktionssprache diskursgliedernde Funktionen übernehmen. Codeswitching findet dabei innerhalb und zwischen Postings statt. Zentral ist hier die Herstellung von lokalem, meist sequenzbezogenem Kontrast, wie das folgende Beispiel illustriert.
Nachricht #02 eröffnet im zeitlichen Abstand von mehreren Stunden zu dem vorherigen Dialogabschnitt, der weitgehend über deutschsprachige Audio-Postings geführt wurde, ein neues Thema – die Planungen für einen gemeinsamen Weihnachtsmarktbesuch. Sowohl durch den Modalitäts- als auch durch den Sprachwechsel markiert die Nutzerin den Beginn eines neuen Dialogabschnitts. Durch die wortinitiale Großschreibung wird der Einstieg mit Arabizi (bei dem die Nutzerinnen mit Ausnahme des Nachrichtenanfangs in der Regel Kleinschreibung verwenden) zusätzlich mit visueller Prominenz versehen.

Auch innerhalb von Nachricht #02 vollzieht die Nutzerin Milena einen Sprachwechsel: Zunächst wird eine Einstiegsfrage bezüglich des für den nächsten Tag geplanten Ausflugs in Arabizi präsentiert, die darauf folgende Frage, die auf die Teilnehmerinnen des Weihnachtsmarktbesuchs fokussiert, dagegen auf Deutsch realisiert. Die Sprachalternation markiert hier also die Grenze zwischen zwei sprachlichen Handlungen, die durch einen Wechsel von einer allgemeinen zu einer spezifizierenden Perspektive miteinander verbunden sind. Die für Arabizi charakteristischen wortinitialen oder -medialen arabischen Ziffern erlangt das Schreibregister eine gewisse visuelle Prominenz; etwaige Wechsel sind von den Nutzerinnen also schnell erfassbar.
Im unmittelbar folgenden Verlauf werden Milenas Fragen jedoch nicht beantwortet; stattdessen postet Melena etwa eine Stunde später mehrere Bilder ihres Cousins und kommentiert diese in direkt angeschlossenen Text-Postings (#03–#06). Auch Milena steigt in die Kommentierung ein (#07). Diese thematische Sequenz wird vollständig auf Deutsch vollzogen. Marinas Postings #09 und #10 wechseln nun wieder ins Arabische. Sie bindet ihren Beitrag damit sprachlich an Milenas Posting #02 zurück und zeigt gleichzeitig einen Themenwechsel an: Sie bezieht sich abermals auf die organisatorischen Fragen des Weihnachtsmarktbesuchs. Die vorherigen auf Deutsch realisierten Beiträge werden so als Nebensequenz abgesetzt.
Marina nutzt zudem eine weitere Möglichkeit der Diskursstrukturierung, die ihr die mediale Vermittlung über den Messenger bietet. Auch sie stellt wie Milena zunächst eine allgemeine Frage (#09), die von einer spezifischen gefolgt wird (#10), sie markiert die Grenze zwischen den beiden Fragehandlungen nicht durch Codeswitching, sondern verschickt beide Fragen als jeweils einzelne Postings. Dieses „chunking“ (Beißwenger 2016; Wyss/Hug 2016), bei dem sprachliche Handlungen als separate Einheiten gestaltet werden, vollziehen auch Melena (#11/12) und Milena (#15/16) in ihren Antwortzügen.
Der Wechsel zwischen Deutsch und Arabizi stellt also nur eine Möglichkeit dar, mit der die Nutzerinnen metapragmatisch Relationen zwischen Diskurssegmenten markieren. Die Aufspaltung in auf dem Bildschirmprotokoll getrennt dargestellte Einzelbeiträge ist eine in der untersuchten Gruppe weitaus häufiger genutzte Ressource, die Grenzen zwischen sprachlichen Handlungen direkt auf der Sehfläche erkennbar macht (cf. Beißwenger 2020: 311).14 Arabische Diskursmarker wie ya'ne, die regelhaft zur Untergliederung mündlicher Postings genutzt werden, kommen in den Textnachrichten dagegen nicht vor.
4.3.2 Kontextualisierung einer spaßhaften Interaktionsmodalitä
Neben der diskursuntergliedernden Funktion lässt sich in Textnachrichten eine weitere Funktion der Sprachalternation aufweisen. Mit dem Wechsel vom Deutschen in das Arabisch etablieren die Nutzerinnen einen spaßhaft-ironischen Rahmen. Arabizi wird oftmals im Kontext von Frotzelaktivitäten (Günthner 2013) oder rituelle Beschimpfungen verwendet. Als exemplarisches Beispiel soll der nächste Auszug dienen, der sich unmittelbar an Beispiel 6 anschließt:

Mit ihrer Frage in #01 drückt Melena Irritation bezüglich des von Milena vorgeschlagenen frühen Treffzeitpunkts aus. Die Wahl des Arabischen in Melenas Adressierungsformel ya 5ara (‚du Scheiße‘) leitet zugleich einen Wechsel der Interaktionsmodalität ein, der auch durch die iterierten tears of joy-Emojis kontextualisiert wird. Der Dialog geht an dieser Stelle von einer Planungsaktivität zu einer nun dyadisch zwischen Melena und Milena vollzogenen Frotzelsequenz über.
Im folgenden Dialogabschnitt setzen die beiden Nutzerinnen ihr gegenseitiges Necken fort: In Postings #03 und #04 behalten sie Arabizi als Schreibregister bei. Auch hier unterstützen die iterierten Emojis die spaßhafte Modalität. Milenas Kommentar in #04 und #05 ist auf Deutsch gehalten und bekommt in dem gegebenen Kontext daher eine Lesart als ernst gemeinten Gegenvorschlag. Melenas folgende Ankündigung, direkt zum Frühstück zu kommen, wird durch den Wechsel ins Arabizi wiederum als ironisierend gerahmt, ebenso wie Milenas Willkommensgruß in #7 und Melenas negative Selbstbewertung in #10.
Solche neckenden Beschimpfungen und Frotzelsequenzen werden von den Nutzerinnen regelhaft in Textnachrichten vollzogen, die auf Arabizi realisiert sind. Auch in den ethnographischen Interviews heben sie hervor, dass das Arabische in Textnachrichten oftmals mit einer spaßhaftfrotzelnden Interaktionsmodalität assoziiert ist. So heißt es in dem Interview mit Fatma etwa:
Es ist oft so, wenn’s halt ins Ironische, ins Witzige geht, kommt schon ganz oft in Textnachrichten das Libanesische heraus.
(Ethnographsiches Interview #2 Fatma 21.05.2019)
In Bezug zu dem Ausdruck ya 5ara (#1):
Da ist immer ironisch gemeint. Also es ist nie, eigentlich merkt man das, wenn’s ’nen bisschen brodelt. Aber wenn’s brodelt, kommen eigentlich nicht solche vulgären Ausdrücke.
(Ethnographsiches Interview #2 Fatma 21.05.2019)
Zugleich betonen die Nutzerinnen, dass die Indexikalisierung von Ironie durch arabische Beschimpfungen einen spezifischen Gruppencode darstellt, der sich erst im Laufe der gemeinsamen Interaktionsgeschichte etabliert hat. So sei anfangs eine weitere Cousine Mitglied der Gruppe gewesen, deren Beschimpfungen durchaus ernst gerahmt gewesen sein sollen. Erst nachdem sie die Gruppe verlassen habe, soll sich die Praktik eines rituellen Frotzelns unter den verbleibenden Gruppenmitgliedern entwickelt haben. Die rituellen Beschimpfungen sind jedoch einzig innerhalb der Gruppe akzeptabel, wie Milena betont:
Diesen Spaß macht man auch nicht mit Erwachsenen. […] Und wir würden auch nicht untereinander mit den Cousinen so sprechen, wenn ein Erwachsener dabei ist.
(Ethnographisches Interview #8 Milena 13.06.2020)
In Textnachrichten kontextualisieren die Nutzerinnen bei Frotzelaktivitäten durch einen Wechsel ins Arabische bzw. Arabizi eine spaßhafte Interaktionsmodalität. Hierbei handelt es sich um eine indexikalische Aufladung der Sprachalternation in der schriftlichen Interaktion, wie sie bei den Sprachnachrichten im Untersuchungskorpus nicht in gleicher Ausprägung zu finden ist.
5 Mehrsprachigkeit in transmodalen Messenger-Chats und die Komplexität von Identitätspositionen
Mit der Untersuchung transmodaler Messenger-Interaktion kann ein semiotisch stark ausdifferenziertes Feld multilingualer Alltagsinteraktion erschlossen werden, über das bislang keine linguistischen Erkenntnisse vorliegen. Die Untersuchung eines transmodalen WhatsApp-Gruppenchats einer deutsch-libanesischen community of practice hat gezeigt, dass sich für die verschiedenen Posting-Typen unterschiedliche Formen und Funktionen des Codeswitchings ausgebildet haben. In den untersuchten Audio-Postings wird Sprachalternation zumeist für die Herstellung von lokalen Kontrastierungen genutzt. Ebenso werden zur Diskursorganisation wiederkehrend arabische Diskursmarker wie ya'ne gebraucht. In Textnachrichten kann Sprachalternation ebenfalls diskursbezogen genutzt werden (etwa zur Abgrenzung von Nebensequenzen und zur Eröffnung eines neuen Themenabschnitts), hat jedoch eine zusätzliche indexikalische Aufladung als spaßhaft-frotzelnden Code erfahren. Hieran zeigt sich, dass und wie die verschiedenen semiotischen Ressourcen in der Gruppe unterschiedlich ausgedeutet werden.
Durch das beschriebene Repertoire an Praktiken der Sprachalternation in transmodalen Messenger- Chats nehmen die Nutzerinnen mehrfache Positionierungen in einem komplexen Identitätsgefüge vor. Durch die vielfältigen Formen mehrsprachiger Kommunikation grenzen sich die Gruppenmitglieder von einer institutionell verankerten Ideologie gesellschaftlicher Einsprachigkeit in Deutschland ab (cf. Gogolin 2008). Mit dem Gebrauch des Arabizi-Schreibregisters bedienen sie sich zudem literaler Praktiken, mit denen sie sich an der im arabischen Sprachraum für die Internetkommunikation etablierten Gebrauchsnorm orientieren und sich somit als Teil einer vernetzten multilingualen Diskursgemeinschaft positionieren. Durch die Nutzung arabischer Diskursmarker bzw. der Vermeidung von deutschen Markern in Audio-Postings setzen sich die Gruppenmitglieder zugleich von einem als typisch „deutsch“ empfundenen Diskursstil in Sprachnachrichten ab. Ferner beziehen sie mit dem Gebrauch eines informellen Schreibregisters für das libanesische Arabisch eine Position gegenüber den Sprach- und Höflichkeitsnormen der Elterngeneration, die den Erwerb des hocharabischen Standards als kulturellem Anker gefördert hat. Die beschriebenen Praktiken der Sprachalternation werden von der community of practice somit für den Ausdruck einer multidimensionalen Gruppenidentität funktionalisiert, die sich nur schwer mit Konzepten von Hybridität, Bikulturalität oder „Glokalität“ fassen lässt Literaturverzeichnis
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Anhang: Interviewnachweis
Tabelle 2: Inventar der ethnographischen Interviews

Fußnote