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Abstract: This paper aims at describing the innovations brought in the digital phraseography of Genoese thanks to the recent FWF projects GEPHRAS and GEPHRAS2. First, an overview on dialectal phraseography will be given, then the focus will be postponed on the Genoese one. The projects will be described, explaining the main choices that had to be made and that contribute to the innovative character of the Genoese-Italian phraseological dictionary
1 Einleitung
In letzter Zeit hat es bemerkenswerte Entwicklungen in der Dialektphraseographie gegeben, womit sich die Studien zur Dialektphraseologie nun in der „Adoleszenz“ befinden (it. adole- scenza, Autelli i. Dr.). Nachdem die Dringlichkeit der Dokumentation besonders gefährdeter Varietäten (nach der Definition der UNESCO 1995–2010) hervorgehoben wird, besteht jedoch nach wie vor die Notwendigkeit, in allen diatopischen Varietäten mehr Phraseme zu belegen.
Die frühesten wissenschaftlichen Studien zur Dialektphraseologie gehen auf die kroatischen Studien von Matešić (1988), die russischen Studien von Mokienko (z. B. 1997 und 2009) und die deutschen Studien, insbesondere die zum Westmünsterländischen von Piirainen (z. B. 1995, 2000, 2006, 2007, 2016a und 2016b) zurück (cf. Autelli 2020: 102 und i. Dr.). Andere phrase- ologischen Arbeiten, die sich mit den Dialekten Deutschlands befassen, sind noch etwas weni- ger bekannt, wie z. B. die Studie von Goossens (1980) und die von Hünert-Hoffmann (1991), die den in und um Marburg gesprochenen Dialekt untersucht. In jüngster Zeit ist auch ein Band entstanden (Autelli/Konecny/Lusito i. Dr. b), der sich mit den Entwicklungen der deutsch- schweizerischen Phraseographie (cf. Burger/Zürrer i. Dr. und Häcki Buhofer i. Dr.) und der Phraseographie spanischer Varietäten sowie der des Genuesischen, Toskanischen und Friauli- schen beschäftigt (cf. Autelli/Konecny i. Dr.). Insbesondere die Studien zur genuesischen Phra- seographie sind in den letzten Jahren dank der jüngsten Projekte GEPHRAS und GEPHRAS2, auf die in Kapitel 2.1 näher eingegangen wird, besonders schnell vorangekommen und können neue Impulse für die internationale Dialektphraseographie liefern.
Was die dialektale Phraseologie der italienischen Halbinsel betrifft, so ist die Dissertation von Cini (2005) mit dem Titel Problemi di fraseologia dialettale hervorzuheben. Diese basiert auf soziolinguistischen Untersuchungen in Salbetrand und Bellino, mit besonderem Augenmerk auf dem Patois und dem Piemontesischen. Allgemein wurde das Thema der dialektalen oder regionalen Phraseologie Italiens bisher nicht häufig behandelt. Unter den wenigen Publikatio- nen, die sich diesem Schwerpunkt widmen, sind die Beiträge von Lurati (2002, 2006) und D’Achille (2010) zu erwähnen. Schon früher hat Franceschi (z. B. 1996 und 1999) Studien zu seinem Atlante Paremiologico Italiano durchgeführt, die Überlegungen zur dialektalen oder regionalen Phraseologie enthalten, und auch andere linguistische Atlanten liefern wertvolle Hintergrundinformationen zu diesem Thema, wie etwa der AIS (Jaberg/Jud 1928–1940) und der NavigAIS (cf. Tisato 2009–2020), der AdA (cf. Elspaß/Möller 2003–; Elspaß 2005), der VerbaAlpina (cf. Krefeld/Lücke 2014), der ALI (Bartoli/Pellis/Massobrio 1995–), der ASLEF (Pellegrini 1972–1986) und der ALS (Ruffino 1989). Auch verschiedene Wörterbücher enthal- ten Informationen zu dialektalen und regionalen Phrasemen, etwa das LEI (Pfister 1979–) (cf. Autelli i. Dr.).
Phraseologische Sammlungen existierten jedoch bereits viel früher, wenngleich die meisten „Dialekt“-Wörterbücher erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in Westeuropa erschie- nen (cf. auch Piirainen 2006: 197). Einige dieser Sammlungen finden sich bereits im 15. Jahr- hundert, wie z. B. ein venezianisch-deutsches Wörterbuch, das von Georg von Nürnberg (1423) herausgegeben wurde (cf. Marcato 2007: 160). Wie kürzlich (wie z. B. Autelli 2021c, 2021d, 2022) gezeigt wurde, findet sich der Begriff „fras(e)ologia“ in italienischen oder zweisprachi- gen Werken (oft Wörterbüchern) bereits mindestens seit dem 17. Jahrhundert. Hier sind etwa die Wörterbücher von Kramer (1676a, 1676b, 1678) und das Delle phrasi toscane (Montemerlo 1566, bereits erwähnt in Fanfani i. Dr.) zu nennen, später als Tesoro (Montemerlo 1594) im 16. Jahrhundert veröffentlicht.1 Diese „Phras(e)ologien“, meist von Pfarrern, Priestern oder Leh- rern verfasst, wurden zu didaktischen Zwecken erstellt. Sie waren zwar weitgehend praktischer Natur, beinhalteten aber wichtige phraseographische Überlegungen und basierten wohl weitge- hend auf fundierten theoretischen Grundlagen. Schon Hederichs (1713: 264) sprach von der Phraseologie als Wissenschaft und schrieb, dass sie nichts Neues sei. Eine ausführliche Erläu- terung phraseologischer Kategorien findet sich auch bei Schmitz (1872).
Zu den frühen dialektphraseologischen/-graphischen Sammlungen gehören die Arbeiten zum Sizilianisch-Toskanischen von Caglia Ferro Ruibal (1840) und Castagnola (1863, 1865) sowie die zum Venezianischen von Mutinelli (z. B. 1851). Im 21. Jahrhundert findet man u. a. auch eine eine fraseologia zum Bolognesischen von Lepri (2009), die die Bedeutung verschiedener dialektaler Phraseme veranschaulicht, und eine zum Galluresischen von Scampuddu/Demuru (2006), die locuzioni e modi di dire (Lokutionen und Redewendungen) sammelt, also eine un- definierte phraseologische Terminologie verwendet, um die verschiedenen gewählten Phra- seme zu bezeichnen. Die Projekte GEPHRAS und GEPHRAS2 (siehe Kapitel 2.1) tragen zwar die Begriffe „Phraseologie“ oder „Phraseographie“ nicht im Titel, aber sie dienen zur Erarbei- tung des ersten phraseologischen Genuesisch-Italienisches Wörterbuchs (im Web), das auf neu- artigen wissenschaftlichen Kriterien basiert.2 Im Hinblick auf die Dokumentation der regiona- len (italienischen) Phraseologie ist auch das Wörterbuch der Phraseologie der italiani regionali von Núñez Román (2015a) zu erwähnen, das die Bedeutung einiger regionaler Ausdrücke be- schreibt. Derselbe Autor veröffentlichte auch Studien zu regionalen Wortverbindungen, die er „polirematiche regionali“ (Núñez Román 2015b) nennt.
2 Die genuesische Phraseographie
Die meisten genuesisch-italienischen (und italienisch-genuesischen) Wörterbücher – ausführli- cher beschrieben z. B. in Toso (2009 und 2015) und Forner (2014) – weisen grobe Einschrän- kungen auf: Sie sind oft unwissenschaftlich und lückenhaft; viele von ihnen sind veraltet; die italienischen Äquivalente sind oft unverständlich oder nicht von metasprachlichen Anmerkun- gen begleitet. Sie geben keine Beispielsätze oder phonetischen Transkriptionen an und sam- meln nur eine sehr beschränkte Anzahl von Phrasemen. Außerdem sind sie, da sie meist papier- basiert sind, im Vergleich zu elektronischen Wörterbüchern nur sehr restriktiv zugänglich. Ins- besondere in allgemeinen Wörterbüchern finden sich Phraseme meist lediglich als Teile der Beschreibung des Hauptlemmas über das gesamte Wörterbuch „verstreut“, ohne ausführliche metalinguistische Information oder Kennzeichnung z. B. von Kollokationen. Ausnahmen in der systematischen Erfassung von Phrasemen stellen die Wörterbücher GEPHRAS (mit GE- PHRAS2) und z. T. auch Casaccia (.1876) und Frisoni (1910) dar, auf die später noch einge- gangen wird.
Im Folgenden finden sich zunächst einige Beispiele zu dem Lemma bruxô.bruciore (‚Brennen‘) aus verschiedenen genuesischen Wörterbüchern. Alle Hervorhebungen wurden so übernom- men, wie sie im Original auftreten.

Wie in der Tabelle ersichtlich, enthält Paganini (1857) das analysierte Lemma gar nicht, und die meisten Wörterbücher weisen im jeweiligen Eintrag nur eine geringe Anzahl (Bampi 2008; Agostino 2013) oder gar keine Phraseme (Oliveri 1851; P. F. B. 1873; Olivari .2006) auf. Das genuesisch-italienische allgemeine Wörterbuch von Casaccia (.1876), das immer noch das von den Genuesern selbst am meisten konsultierte lexikographische Werk zu sein scheint, enthält unter den allgemeinen Wörterbüchern in der Regel die meisten Phraseme. Wie in der Tabelle zu sehen ist, werden Phraseme gewöhnlich durch ein Paragraphenzeichen angegeben (wie in Aveighe ö brûxô), aber nicht konsequent (cf. O mæ brûxô ö l.è che); z. Τ. wird das Lemma auch durch „-“ ersetzt. Oft handelt es sich um Kollokationen, doch in anderen Fällen findet man auch idiomatische Redewendungen, wie etwa in „-.’oëgia“ (‚fast taub‘), das unter dem Lemma Dûo zu finden ist. Auch Frisoni (1910) sammelt eine Vielzahl von Phrasemen (insbesondere Kollo- kationen und idiomatische Redewendungen) im Vergleich zu anderen Autoren von genuesi- schen Wörterbüchern: Er unterteilt sie durch zwei Balken, setzt sie kursiv und fügt wie Casaccia oft Erklärungen bei. Es ist jedoch überraschend, dass von Frisoni nicht noch mehr Phraseme erfasst werden, nachdem er bereits in seinem kommerziellen mehrsprachigen phraseologischen Wörterbuch (Frisoni 1907) Dizionario commerciale in sei lingue (italiano-tedesco-francese- inglese-spagnuolo-portoghese) eine viel größere Anzahl an Phrasemen gesammelt hat.3
In der genuesischen Lexikographie scheinen explizit proverbi (‚Sprichwörter‘), wie sie von Staglieno (1869), Petrucci (1997), Dolcino (2009) und Bampi (2017) gesammelt wurden, oder sogenannte modi di dire (‚Redewendungen‘), wie in dem Sammlungen von Ferrando/Ferrando (1979) und Bampi (2015), im Allgemeinen die einzigen Arten von Phrasemen zu sein, die zu solchen erklärt werden.4 Eine Ausnahme bildet nun das von GEPHRAS und GEPHRAS2 ge- bildete phraseologische Wörterbuch, das besonderen Wert auf Kollokationen und idiomatische Ausdrücke legt und diese zusätzlich von strukturellen, kommunikativen und vergleichenden Phrasemen abgrenzt.
Insgesamt weisen genuesische Wörterbücher immer noch eine relativ geringe Anzahl von Lemmata auf. Oft fehlen phonetische Transkriptionen oder die Möglichkeit, sich diese per Audiofunktion vorsprechen zu lassen; zudem sind sie arm an Beispielsätzen.5 Im Gegensatz zu vielen populären Sammlungen (wie z. B. Dolcino 1975 und 2019; De Carlo 1994; Fochesato 1996a, 1996b, 2004, 2005a, b und 2006; Schiaffino 2000 und Pallotti 2016) meiden sie meist auch die Dokumentation von volkssprachlichen Phrasemen. Wie weiter unten zu sehen sein wird, versuchen GEPHRAS und GEPHRAS2, diese Aspekte zu berücksichtigen, und zielen in diesem Sinne auf eine vollständigere wissenschaftliche Erschließung des phaseologischen Materials ab
2.1 GEPHRAS und GEPHRAS2
2.1.1 Team und Projektpartner
Das wissenschaftliche Team von Erica Autelli, Projektleiterin der beiden Forschungsprojekte GEPHRAS und GEPHRAS2, besteht aus: assoz. Prof. Christine Konecny (Expertin für italieni- sche Phraseologie von der Universität Innsbruck), Prof. Fiorenzo Toso (renommierter Experte der ligurischen Linguistik von der Università degli Studi di Sassari) und (bis Juni 2022) Stefano Lusito (Doktorand und genuesischer Muttersprachler). Das Projekt wird zudem von Informatikexperten unterstützt (in GEPHRAS Maximilian Mayerl und in GEPHRAS2 Simon Triendl, beide vom Institut für Informatik der Universität Innsbruck). Weitere namhafte Unterstützung bzw. linguistische Beratung stammt von den DichterInnen Alessandro Guasoni und Bruna Pedemonte, die beide das Projekt bereichern: der erste durch Übersetzungen (genuesisch-italienisch) der Phraseme und durch Audiodateien der vulgärsprachlichen Phraseme, die zweite durch Audiodateien zu den Beispielsätzen. Der Genueser Künstler Matteo Merli, der auch für sein musikalisches Talent bekannt ist, trägt mit humorvollen Zeichnungen zum Wörterbuch bei, die sowohl die phraseologische als auch die wörtliche Bedeutung einiger ausgewählter genuesischer Phraseologismen illustrieren. Christina Scharf kümmert sich um den englischen Teil der Homepage des Projekts und um das Wörterbuch selbst, indem sie die Beschreibungen der Zeichnungen im Wörterbuch ins Englische übersetzt.
An den Projekten sind mehrere Universitäten mit verschiedenen Experten für Genuesisch und Phonetik beteiligt: Neben dem bereits erwähnten Professor Fiorenzo Toso (Universität Sassari) sind hier auch Professor Werner Forner (Universität Siegen), Professor Lorenzo Filipponio (Humboldt-Universität zu Berlin) und Dr. Davide Garassino (Universität Zürich) zu nennen. Auch Professor Elmar Schafroth (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) als einer der führenden Experten für romanistische Phraseologie und Prof. Marta Galiñanes Gallén (Univer- sität Sassari) konnten als Projektpartner gewonnen werden.
In Innsbruck sind an den Projekten das Institut für Romanistik, das Institut für Translations- wissenschaft und das Institut für Informatik beteiligt, darüber hinaus das Italien-Zentrum und der Innsbrucker Forschungsverbund „Kulturelle Begegnungen – Kulturelle Konflikte“ sowie der italienisch-österreichische Verein INNcontri. Die Bibliothek Berio in Genua macht das Projekt vor Ort durch Informationsveranstaltungen bekannt.
2.1.2 Die städtische Varietät und die metasprachlichen Informationen
Die Ergebnisse der Projekte GEPHRAS und GEPHRAS2 sind zu einem einzigen Wörterbuch vereinigt (cf. Autelli 2018–2021 und i. V.).6 Die für das Wörterbuch gewählte diatopische Varietät deckt sich mit dem städtischen Genuesisch, das in den meisten Merkmalen etwa zwischen Noli und Moneglia zu verorten ist (cf. Toso 1998: 24). Die Untersuchung muss derzeit auf eine Varietät beschränkt werden, denn wenngleich zwischen den verschiedenen ligurischen Dialekten große Ähnlichkeiten bestehen, variieren die Phraseme von Gebiet zu Gebiet leicht, und aus Zeit- und Ressourcengründen ist es unmöglich, alle ligurischen Varietäten und deren Nuancen zu dokumentieren. Da die städtische Variante auch in der Lexikographie die bekann- teste und dominanteste ist, fiel in den beiden Projekten die Entscheidung für diese Variante, wobei die bereits vorhandenen genuesischen Wörterbücher eine wichtige Informationsquelle für beide Projekte darstellen. Angesichts der Knappheit an relevantem Material in den bestehenden Repertorien werden jedoch auch populäre Sammlungen konsultiert und italienische Phraseme, die in Wörterbüchern oder Korpora (itTenTen16 und itTenTen20 auf Sketch Engine, cf. Kilgarriff et al. 2004) gefunden werden, übersetzt. Für das Genuesische ist die Frage nach öffentlich zugänglichen Korpora noch eher kritisch, aber das Projekt hat das Glück, auf die Daten von DESGEL (Toso i. V.) zugreifen zu können, das ligurische Texte von den Anfängen bis 1815 dokumentiert. Neben der Konsultation mehrerer Wörterbücher und genuesischer Sammlungen wurden darüber hinaus für umgangssprachliche Begriffe auch Recherchen auf mehreren Websites durchgeführt, insbesondere auf sozialen Medien wie Twitter und Facebook, und es wurden Videos auf Youtube und z. T. auch Liedtexte analysiert. GEPHRAS (2018–2021) und GEPHRAS2 (i. V.) enthalten mehrere metasprachliche Angaben, die regelmäßig aktualisiert werden. Nachfolgend findet sich eine tabellarische Auflistung der bisher übernommenen Abkürzungen, die sowohl Diaphasenzeichen als auch Valenzangaben betreffen, und daneben jeweils ein konkretes Beispiel (gen.-it.).

In Zukunft werden weitere metasprachliche Markierungen folgen, wahrscheinlich etwa [giur.] (für giuridico) durch die Aufnahme des Lemmas legge (‚Gesetz‘) in das Wörterbuch, das die Dokumentation verschiedener juristischer Phraseme mit sich bringen wird. Die Anzahl der erkannten fachsprachlichem Phraseme hängt oft auch vom Umfang des Ausgangslemmas ab, wie auch in Autelli (i. Dr.) gezeigt wird. Derartige Phraseme werden in GEPHRAS auf ihre Typologie sowie ihre wichtigsten morphosyntaktischen Merkmale hin untersucht. Dabei handelt es sich hauptsächlich um gastronomische Phraseme, Sportphraseme (vor allem im Zusammenhang mit Fußball) und, wenn auch in geringerem Ausmaß, um technische Phraseme, begleitet von einigen weiteren im Zusammenhang mit Medizin, Botanik und anderen Spezial- gebieten wie etwa Pferderennen.
Das für die Entsprechungen der genuesischen Phraseme gewählte Italienisch ist ein Standarditalienisch, das natürlich je nach Register variiert. Was die Audiodateien betrifft, so enthalten sie die italienischen Phraseme, die nach den allgemeinen Regeln der Diktion wiedergegeben werden, während die vereinfachenden Phrasen authentische Beispiele zeigen und mit der Prosodie des regionalen ligurischen Italienisch ausgesprochen werden (siehe Kapitel 2.1.7 für weitere Informationen).
2.1.3 Die Lemmata
Die Lemmata des phraseologischen Wörterbuchs werden sorgfältig und nach bestimmten Kriterien ausgewählt, die selbst formuliert wurden, da es für das Genuesische bislang keinen offiziellen „Grundwortschatz“ (ähnlich dem Dizionario di base della lingua italiana (DIB, De Mauro/Moroni 1966) für das Italienische) gibt, auf den man sich beziehen könnte. Es handelt sich in erster Linie um Substantive (100 im GEPHRAS-Projekt, wahrscheinlich ca. 250 mit GEPHRAS2), die als Grundlage für die einzelnen Einträge dienen (cf. Autelli 2020: 114, 115). Im ersten Projekt wurde an Lemmata gearbeitet, die im Genuesischen mit den Buchstaben <a>, <b> und <c> beginnen. Die diakritischen Varianten <æ> und <ç> wurden ebenfalls aufgenom- men. GEPHRAS2 hingegen enthält Lemmata, die mit den Buchstaben <d> bis <z> beginnen. Dabei wird versucht, häufig verwendete Lexeme auszuwählen, die in mindestens drei genuesischen Wörterbüchern und bestenfalls auch in Casaccia (.1876) zu finden sind. Ausnahmen sind Wörter der Vulgärsprache, die in Letzterem und auch in vielen anderen genuesischen Wörterbüchern nicht häufig belegt sind (diese werden aber in GEPHRAS und GEPHRAS2 aufgenommen). Die ausgewählten Begriffe gehören verschiedenen Bereichen an (sie betreffen z. B. Kochen, Sport, Kleidung und Natur) und sind phraseologisch relevant (i. e. es werden mindestens fünf verschiedene Phraseme gefunden). Lemmata, die nur in einem einzi- gen Phrasem auftauchen, werden hingegen nicht dokumentiert, da sie zum „phraseologischen Grundwortschatz“ des Genuesischen nicht ausreichend beitragen.
Offensichtlich weisen nicht alle Buchstaben des Wörterbuchs die gleiche Anzahl an Lemmata auf, da es für einige von ihnen deutlich mehr relevante Lemmata gibt als für andere (so gibt es nur wenige gemeinsame Lemmata, die mit dem Graphem <x> im Genuesischen beginnen, wogegen zahlreiche Lemmata mit dem Buchstaben <c> beginnen). Einträge werden bei Homonymie geteilt, aber nicht bei Polysemie. Die Suche nach bestimmten Lemmata kann direkt aus der Hauptseite des Wörterbuchs gestartet werden. In den Ergebnissen sind die Einträge in alphabetischer Reihenfolge mit ihren italienischen Entsprechungen daneben ange- ordnet, gefolgt von den Audiodateien, wie in der folgenden Abbildung ersichtlich ist:

Wie die Abbildung zeigt, werden die verschiedenen Bedeutungen der Lemmata durch in Klammern eingefügte Informationen unterschieden – diejenigen, die die Bedeutung des Äqui- valents betreffen, werden in runden Klammern eingefügt, während eckige Klammern für andere metalinguistische Hinweise wie z. B. das Register verwendet werden. Außerdem werden die verschiedenen Bedeutungen des Ausgangslemmas durch nummerierte Listen klar getrennt (z. B. besugo/1. occhione, 2. babbeo).
2.1.4 Die ausgewählten phraseologischen Kategorien
GEPHRAS und GEPHRAS2 dokumentieren Phraseme unterschiedlicher Art. Am stärksten vertreten sind Kollokationen und idiomatische Ausdrücke; wie oben erwähnt, werden allerdings auch kommunikative, komparative und strukturelle Phraseme (cf. Burger .2015) gesondert er- fasst (letztere sind jedoch weniger häufig). Die komplexeste Kategorie ist wahrscheinlich die erste, da sie in einem sehr weiten Sinne konzipiert ist. Sie umfasst nämlich neben Kollokationen im engeren Sinne (cf. Konecny 2010a) auch bevorzugte und fast völlig freie Kombinationen (wie mangiâ co-o cuggiâ.mangiare col cucchiaio ‚mit dem Löffel essen‘), die aber häufig ver- wendet werden und zur Erhaltung des Genuesischen ebenfalls dokumentiert werden. Außerdem wissen Lernende möglicherweise nicht, welche Präposition hier zu verwenden ist. Zu dieser Gruppe gehören auch komplexe Kombinationen (z. B. taggiâ e caròtoe à riondin [gastr.]/tagli- are le carote a rondelle [gastr.] ‚Möhren in Rondelle schneiden‘) und nominale Phra- seme/Komposita (kompositionell und an der Grenze zu halbidiomatisch, aber nicht vollständig idiomatisch), die wie Kollokationen gelernt werden können (birra de granon.birra di grano
‚Weizenbier‘), wie bereits im Kollokationswörterbuch Italienisch-Deutschvon Konecny/Au- telli (i. V.) vorgeschlagen. Die dokumentierten Phraseme sind polylexikalisch (z. B. avei a borsa streita.avere la borsa stretta, tenere stretta la borsa (= ‚essere taccagno‘, ‚spendere mal- volentieri‘, wörtl. ‚den Sack eng haben‘, ‚den Sack eng halten‘, i. e. ‚geizig sein‘, ‚unwillig ausgeben‘)) und können auch vollkommen idiomatische Verbindungen enthalten (cû desfogo- nou [volg.]/culo pazzesco [volg.] (= it. ‚fortuna sfacciata‘, dt. ‚unglaubluches Glück‘, wörtl.
‚ein zerbrochener Arsch (gen.)/ein wahnsinniger Arsch (it.)‘).
Sowohl Kollokationen als auch idiomatische Redewendungen werden in morphosyntaktische Kategorien unterteilt7 und anschließend alphabetisch geordnet. Die Nachschlagrichtung ist immer Genuesisch-Italienisch, i. e. ausgehend von der genuesischen Phraseologie wird nach den exakten und funktionalen Äquivalenten im Italienischen gesucht. In einigen wenigen Fällen sind jedoch Paraphrasen notwendig, und die Äquivalente sind nicht immer polylexikalisch, wie in ægua ciolla.brodaglia (= ‚lange und fade Brühe‘).
Unter den kommunikativen Phrasemen finden sich z. B. folgende:
Trei camalli apreuvo à un berödo! (fam., scherz.)/Fossi in loro chiamerei i rinforzi! [scherz.: rif. a lavoro ordinario affrontato con mezzi eccessivi] (,Wenn ich sie wäre, würde ich Ver- stärkung rufen!‘ [Scherz; bezieht sich auf gewöhnliche Arbeit angesichts übermäßiger Mit- tel)
Tanto de cappello!/Tanto di cappello! [formula usata per indicare riconoscimento dei meriti di qcn.] (Hut ab! [Formel zur Anerkennung der Verdienste von jemandem]).
Es finden sich auch mehrere komparative Phraseme, wie:
Avei un çervello comme e ancioe [fam.]/‚ein Gehirn wie eine Sardelle haben‘ [disus., fam.]‚ein Hirn wie eine Henne [fam.] haben‘ (= ‚ein dummer Mensch sein‘)
Ëse secco comme unn’ancioa/avere un cervello da gallina [fam.] (= essere magro come un grissino (= ‚essere magrissimo‘/‚essere una persona stupida, tarda di comprendonio‘) (wörtl.‚so dünn wie eine Sardelle sein‘ = ‚sehr dünn sein‘/‚ein Spazterhirn haben‘). Schließlich finden sich gelegentlich auch strukturelle Phraseme, wie:
In cheu de qcs./nel cuore di qcs. (‚im Herzen von etw.‘).
Wenn es komplexere Strukturen gibt oder solche, die von anderen morphosyntaktischen Kategorien gebildet werden, sind sie in der Kategorie „Further structures“8 enthalten. Es wurde beschlossen, keine weitere kategoriale Unterteilung vorzunehmen, um die Suche nach einzel- nen Phrasemen im Wörterbuch übersichtlicher zu gestalten.
Dokumentiert sind auch die historischen Phraseme, die in DESGEL (Toso i. V.) zu finden sind und neben die heutigen Phraseme gestellt werden, mit der Indikation der Epoche laut DESGEL (cf. Toso i. Dr.). Auf den nächsten Seiten folgt ein Beispiel aus dem Lemma butega des GEPHRAS-Wörterbuchs.





Abbildung 2: Einträge für das Lemma butega (it. bottega, ‚Laden‘) in GEPHRAS
Wie der Tabelle entnommen werden kann, enthält das Wörterbuch mehrere morphosyn- taktische Kategorien. Das Projektteam arbeitet derzeit mit der folgenden Tabelle auf Google Docs:

Wenn eine Kategorie leer ist, i. e. wenn darin keine Phraseme dokumentiert wurden, erscheint diese nicht in den online hochgeladenen endgültigen Listen. Die Hinweise am unteren Rand der Tabelle stellen lediglich Vermerke für interne Zwecke dar. Die Listen werden mehrfach geprüft und erst später (wenn endgültig) in die Projektdatenbank (entwickelt über den Mari- aDB-Server) hochgeladen.
Die Erfassung der Kollokationen zeigt, dass es im Genuesischen einen recht häufig vorkommenden Typ gibt, der N + Relativphrase entspricht, und zwar in Fällen, in denen man im Italienischen normalerweise N + Adj. verwenden würde (siehe auch Autelli/Konecny 2020: 31). Dies illustrieren die folgenden Beispiele:

Diese Kollokationen wurden als eigene Kategorie erfasst. Im Wörterbuch sind auch mehrere Varianten enthalten, die manchmal durch metalinguistische Information unterschieden werden, wie im folgenden Beispiel

In anderen Fällen werden mehrere paradigmatische Klassen (in alphabetischer Reihenfolge) angegeben, wie in:

2.1.5 Die Ordnung der Äquivalente
Die Anordnung der standarditalienischen Äquivalente erfolgt nach bestimmten Kriterien, um das Nachschlagen im Wörterbuch zu erleichtern. Wenn es ein exaktes Äquivalent gibt, das sowohl lexikalisch als auch syntaktisch der genuesischen Phraseologie entspricht und das gleiche Register hat, wird es als erstes Äquivalent gesetzt. Es folgen (in alphabetischer Reihen- folge) weitere mögliche, partielle oder ganz anders aufgebaute Äquivalente, wie im folgenden Beispiel ersichtlich:

Wie oben beschrieben, wird in Abbildung 7 das exakte Äquivalent an erster Stelle genannt, während an zweiter Stelle ein leicht abweichendes Äquivalent steht. Es folgen weitere mögliche Entsprechungen in alphabetischer Reihenfolge. Wenn ein Phrasem mehrere Bedeutungen haben kann, werden diese der Reihe nach aufgezählt und mit Zahlen und Buchstaben unter- schieden:

Normalerweise werden Phraseologismen aus neutralen Registern zuerst angegeben, gefolgt von allen anderen Äquivalenten aus anderen Registern, wie in Abbildung 9 sichtbar (aul. = aulico‚gehoben‘):

Da es sich um ein phraseologisches Wörterbuch handelt, können bestimmte Übersetzungs- strategien (wie z. B. Transposition oder Modulation) nicht angewendet werden, da kein voll- ständiger Satz oder ein ganzer Text zur Verfügung steht, der im Kontext modifiziert werden kann. Manchmal sind jedoch Techniken wie die Paraphrasierung notwendig, wenn es keine genauen Äquivalente in der Zielsprache gibt, wie in „cavallo ben inmorsciou/‚cavallo con il portamorso della briglia ben stretto‘“ (‚Pferd mit fest angelegter Trense‘).
2.1.6 Die gewählte Graphie und die Recherchemöglichkeiten
GEPHRAS und GEPHRAS2 stellen – nach dem von Toso 2015 – das zweite Wörterbuch wis- senschaftlicher Prägung dar, das die in Acquarone (2015) veröffentlichte historische Graphie verwendet, an der sowohl LiebhaberInnen und ExpertInnen des Genuesischen als auch WissenschaftlerInnen, die sich mit dieser Varietät beschäftigen, mitgearbeitet haben. Die Rechtschreibregeln wurden dabei präzise festgelegt, doch können auch NutzerInnen ohne Vorkenntnisse dieser Rechtschreibung, z. B. wenn sie eine andere Schreibweise verwenden, im Wörterbuch nachschlagen. Zusätzlich zu der alphabetischen Listung im Lexikon ist es möglich, über die Internetseite eine erweiterte Suche durchzuführen, indem ein oder mehrere Wörter oder auch nur Teile von Wörtern gefolgt von einem Sternchen eingegeben werden (durch Eingabe von best*können z. B. das Wort bestia‚Bestie‘ sowie damit verbundene Phraseme auf Italienisch oder auf Genuesisch gefunden werden). Da die genuesische Schreibweise auch Sonderzeichen enthält, wird auf der Wörterbuchseite ein entsprechendes Tastenfeld zur Ein- gabe bereitgestellt. Obwohl das Wörterbuch in genuesisch-italienischer Richtung konzipiert wurde, ist es auch möglich, einzelne Wörter oder auch Phraseme ausgehend vom Standard- italienischen zu suchen. está ligada a un elemento que ya no existe)
Da es noch keine allgemein verbindliche genuesische Schreibweise gibt, wurde beschlossen, die Eingabemöglichkeiten der Suchfunktion zu erweitern. Dabei erscheinen synchron zu der Eingabe in der Suchmaske verschiedene Vorschläge (ähnlich wie bei einer Google-Suche). Dies erlaubt die Verwendung von Graphemvarianten, die nicht für das Wörterbuch verwendet wurden. Zu diesem Zweck wurden für GEPHRAS und GEPHRAS2 nicht nur die verschiedenen graphischen Darstellungen mitgedacht, die in Schriften des Genuesischen zu finden sind. Um auch Personen ohne oder nur mit geringen Genuesischkenntnissen mitzuberücksichtigen, wurde bei der Darstellung von Lauten auch auf die im Italienischen üblichen Grapheme zurück- gegriffen. So sind z. B. alle Vokale, die im Genuesischen einen Akzent tragen, im Suchfeld auch ohne Akzente zu finden, z. B. äia (‚aria‘ = ‚Luft‘) auch bei der Eingabe von aia und bruttô (‚sporco‘ = ‚schmutzig‘) bei der Eingabe von brutto. Ebenso spielt es keine Rolle, ob einfache oder doppelte Konsonanten verwendet werden: bellin (i. d. R. ‚cazzo‘ = ‚Schwanz‘) findet man auch, indem man nach belin sucht; bocca (‚bocca‘ = ‚Mund‘) kann auch gefunden werden, indem man boca tippt, etc. Diakritische Varianten wie <æ> können auch durch Eingabe von
<e> oder <ae> gefunden werden, sodass z. B. tæra(‚terra‘ = ‚Erde‘ oder ‚Boden‘) auch durch Eingabe von tera gefunden werden kann. Statt der diakritischen Variante <ç> kann auch <c> eingegeben werden, wie in çeia (‚cera‘ = ‚Wachs‘), das auch durch Eingabe von ceia gefunden werden kann. Das Gleiche gilt für <ñ>/<n> wie in coxiña (‚cucina‘ = ‚Küche‘), das bereits in Werken des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts zu finden ist, z. B. bei Pedevilla 1870;
P. F. B. 1873 und Gazzo 1909 (cf. Autelli 2021a: 29). Die Eingabe erlaubt auch andere Varianten (fehlerhaft oder nicht), die online gefunden werden, wie coxinna, coxinn-a, coxi-nna, coxin-na. Da /u/ im Italienischen als <u> geschrieben wird9 und dies auch in einigen ligurischen Schreibweisen so gehandhabt wird, wird man das Wort besugo (‚occhione‘, ‚sciocco‘ = ‚Groß- augenfisch‘, ‚dumm‘) auch durch Eingabe von besugu finden; durch Hyperkorrektur wird auch sugo (‚sugo‘ = ‚Sauce‘) durch Eingabe von sogo gefunden.
2.1.7 Die Audiodateien und die phonetischen Transkriptionen
Wie bereits erwähnt basiert das Wörterbuch hauptsächlich auf der Variante des städtischen Genuesischen und des Standarditalienischen, wobei es hier einige Präzisierungen vorzunehmen gilt. Es ist prinzipiell schwierig, von einem „Standard“-Italienischen zu sprechen, da es in jeder Region eine Tendenz gibt, Merkmale zu verwenden, die für einen entsprechenden regionalen Dialekt typisch sind. Um dieses Problem zu überwinden, werden die Äquivalente der genuesischen Phraseme in GEPHRAS und GEPHRAS2 in einem möglichst neutralen Italienisch wiedergegeben, das den Regeln der Diktion folgt, wie sie in Canepari (.1983, .1999) zu finden sind (cf. auch Autelli/Konecny/Lusito i. Dr. b). Allerdings werden bei den standardsprachlichen Äquivalenten z. T. zusätzliche Beispiele in Form von Beispielsätzen gegeben, die in „natürlicher“, „authentischer“ Sprechweise (i. e. dem ligurischen Standard- italienisch) aufgenommen werden: Die Beispielsätze folgen nicht den Regeln der Diktionshandbücher und zeigen daher typische prosodische Merkmale des Ligurischen.10 Zu allen Beispielsätzen (Genuesisch und Italienisch) sind Audiodateien vorhanden. Auf phonetische Transkriptionen wurde sowohl aus Zeitgründen als auch wegen der dadurch entstehenden Komplexität, die auch das Layout des Wörterbuchs beeinflussen würde, verzichtet.
Wie bereits erwähnt, wurde für das Genuesische die städtische Variante gewählt. Das Projekt enthält Audiodateien der Phraseme, die auch Phänomene der Phonotaxis berücksichtigen. Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass einige SprecherInnen langsamer sprechen und andere mehr dazu neigen, die Wörter in der Rede zu „verbinden“. Aus diesem Grund beziehen sich die phonetischen IPA-Transkriptionen nicht nur auf die zugehörige Audiodatei, sondern zeigen z. T. verschiedene Varianten, die in der städtischen Variante des Genuesischen möglich sind.11 Die Audiodateien wurden im MP3-Format hochgeladen, damit sie von möglichst vielen Geräten erkannt werden können.
Die folgenden Beispiele illustrieren einige Phänomene der Phonotaxis,12 die im Wörterbuch berücksichtigt werden:13
a) Aus zwei gleichen Phonemen (z. B. /u/ + /u/) zweier eigenständiger Wörter entsteht im ei- nem Phrasem ein einziger Laut, der aber lang wird:
rompî l’anima (à qcn.) [ruŋˈpiː l ˈanimaː kwarkeˈdyŋ]
l’aggiutto o serve (à qcn.) [l aˈd͡ ʒytˑuː ˈsɛːrve a kwarkeˈdyŋ]
b) Zwei aufeinanderfolgende vokalische Phoneme können getrennt ausgesprochen werden oder einen Diphthong oder eine Umlautung ergeben, was nicht aus der Schreibweise ableit- bar ist:
<â> + <e> = [aː e] oder [jɛː]
tiâ e remme in barca [ˈtjaː e ˈremˑe ŋ ˈbaːrka], [ˈtjɛː ˈremˑe ŋ ˈbaːrka]
<â> + <i> = [ei̯ ]
guägnâ i dinæ comme l’ægua [gwaːˈɲei̯ diˈnɛː ˈkumˑe l ˈɛːgwa]
<â> + <o> = [ɔu̯ ]
piggiâ o ballon [piˈd͡ ʒɔu̯ baˈluŋ]
<e> + <o> = [ɔu̯ ]
fâse o bagno [ˈfaːsɔu̯ ˈbaŋˑu]
c) Oft ist ein vokalisches Phonem abgeschwächt, besonders wenn es von einem Nasal gefolgt wird, oder optional:
<â> + <à> = [aː (a)]
anâ à cavallo a-e braghe [aˈnaː (a) kaˈvall ɛː ˈbraːge]
<â> + <i> = [aː]
sciusciâ in sce un bricchetto [ʃyˈʃa . ʃe briˈketˑu]
<â> + <u> (quest’ultimo normalmente pronunciato [i]) = [aː]
ïsâ unna bandea [iːˈsaː na baŋˈdeːa]
<e> + <a> = [a] o [(e) a]
cianze aggiutto (à qcn.) [ˈ͡tʃaŋz(e) aˈd͡ ʒytˑu]
<e> + <i> = [e]
ëse inta mæxima barca [ˈeːs. ŋta ˈmɛːʒima ˈbaːrka]
<e> + <i> = [u]
giastemmâ comme un camallo [d͡ ʒasteˈmaː ˈkumˑe ŋ kaˈmalˑu]
<o> + <e> = [(u) e]
cado elevou [ˈkaːd(u) eleˈvɔu̯ ]
<ô> + <i> = [u]
amô infeliçe [aˈm. ŋfeliːse]
d) Wie oben erwähnt, sind manchmal mehrere Varianten möglich, die im Wörterbuch jeweils einzeln transkribiert werden:
<â> + <e> = [aː e] oder [ɛː]
tiâ e remme in barca [ˈtjaː e ˈremˑe ŋ ˈbaːrka], [ˈtjɛː ˈremˑe ŋ ˈbaːrka]
<d’> + <ö> = [d ɔː] oder [ dɔu̯ ]
biggetto d’ögui [biˈd͡ ʒetˑu d ɔːˈgyːi], [biˈd͡ ʒetˑu d ɔu̯ ˈgyːi]
<e> + <a> = [aː] oder [e a]
perde a bira [ˈpɛrd aː ˈbiːra], [ˈpɛrde a ˈbiːra]
<e> + <o> = [e u] oder [ɔu̯ ]
l’ase o no veu anâ [l ˈaːze u nu ˈvøː aˈnaː], [l ˈaːzɔu̯ nu ˈvø̯ aˈnaː]
<î> + <a> = [aː] oder [e a]
cuxîse a bocca [kyˈʒiːs aː ˈbukˑa], [kyˈʒiːse a ˈbukˑa]
<î> + <e> = [iː e] oder [j eː]
benedî e campañe [beneˈdiː e kaŋˈpaŋˑe], [beneˈdj eː kaŋˈpaŋˑe]
e) Es ist zu beachten, dass es durch das Phänomen der Phonotaxis auch verschiedentlich zu Akzentverschiebungen kommen kann:
biggetto pe anâ e vegnî inderê [biˈd͡ ʒetˑu p aˈnaː e veˈɲi .deˈreː] (statt [biˈd͡ ʒetˑu p aˈnaː e
veˈɲi ˈi.deˈreː]).
2.1.8 Die Beispielsätze
Für die Erstellung von Beispielsätzen in phraseologischen Wörterbüchern (dialektal oder nicht) scheint es bisher keine klaren Kriterien gegeben zu haben. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass zahlreiche Dialektwörterbücher (neben den in ibd. genannten z. B. auch Frisoni 1910 und Cabella 1999) gar keine Beispielsätze enthalten, obwohl klar ist, dass sie dabei helfen können, zu zeigen, wie bestimmte Wörter oder Phrasen in einem bestimmten Kontext funktionieren: Altmanova (2013: 21) z. B. hebt ihre Bedeutung besonders für die Veranschaulichung be- stimmter kultureller Kontexte hervor. Beispielsätze sind nicht nur für das Verständnis von Phrasemen hilfreich, sondern auch für die Verbesserung der eigenen Sprachkompetenz, und können besonders für ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen nützlich sein (cf. auch Caro Cedillo 2004: 100). Aus diesen Gründen sind Beispielsätze zunehmend gefragt (cf. Rey- Debove 1989: 21), insbesondere auch in Kinderbüchern (cf. Fourment-Berni Canani 2005), aber nicht nur. Autelli (in Evaluierung) zeigt, dass Beispielsätze manchmal zwar vorhanden sind, aber nicht übersetzt werden, oft variieren und im Großteil der Fälle nicht präzise erstellt werden. In Bezug auf Dialektwörterbücher wird festgestellt, dass oft die Beispielsätze die Verwendung und die Bedeutung der Kombination nicht ersichtlich machen; außerdem werden verschiedene Varianten nicht klar definiert.
Warum also nicht systematisch Beispielsätze ins Wörterbuch integrieren? Die Begrenztheit von Zeit und Ressourcen mögen dies schwieriger machen, doch aus den eben genannten Gründen sollte es ein Anliegen sein, authentische Sätze im Dialekt zu liefern und sie mit gängigen Äquivalenten zu übersetzen. Eines der Hauptprobleme dabei ist, dass es für viele Dialekte noch keine großen öffentlichen Sammlungen von Korpora gibt. Überdies enthalten diese nicht unbedingt immer ideale Beispielsätze, und die verwendete Schreibweise ist üblicherweise eine an die spezifischen Zwecke angepasste, die individuell sein kann und im Laufe der Zeit oft variiert (cf. Häcki Buhofer 2011: 33). Insbesondere fehlen oft mündliche Korpora, und For- schende stehen vor der Herausforderung, das Register von Sätzen zu identifizieren, die z. B. mehr oder weniger umgangssprachlich oder sogar vulgärsprachlich sind. Hier wäre es wünschenswert, wenn die LexikographInnen selbst bereits mehr Mühe auf die metasprachli- chen Informationen verwenden würden, denn obgleich ihnen natürlich nicht der Wortschatz der gesamten Sprechergemeinde zur Verfügung steht, sind sie aufgrund ihrer besonderen Sensibili- tät für die Feinheiten der Sprache wertvolle InformantInnen (siehe auch Martin .1975: 50).
Die Beispielsätze von GEPHRAS/GEPHRAS2 wurden nach wissenschaftlichen Kriterien formuliert, die weiter unten ausführlich beschrieben werden. Diese Kriterien sind zum Teil von den bereits vorformulierten Kriterien inspiriert, die in einem Wörterbuch italienischer und deutscher Kollokationen zur Anwendung kamen (cf. Autelli/Konecny 2017 und Konecny/ Autelli i. V.). In GEPHRAS und GEPHRAS2 werden allerdings neue Maßstäbe für die Erstel- lung von Beispielsätzen in einem dialektalen phraseologischen Wörterbuch gesetzt.
Um den Inhalt des Wörterbuchs zu verifizieren, wäre die Erstellung von Fragebögen denkbar, die an die Dialekt sprechende Bevölkerung verteilt werden. Allerdings besteht dabei oft die Gefahr einer Beeinflussung durch die italienische Standardsprache, sodass in den Projekten GEPHRAS und GEPHRAS2 beschlossen wurde, der Öffentlichkeit erstmal die Möglichkeit zu geben, einzelne Einträge per E-Mail ans Team zu kommentieren. Wer etwas zu den Projekten beitragen möchte, kann eine E-Mail an gephras@uibk.ac.at schicken und mögliche Ergänzun- gen oder Änderungen vorschlagen, die dann ausgewertet und, falls relevant, in das Wörterbuch aufgenommen werden. Wie bereits u. a. in Autelli/Konecny (2020: 29) erläutert, handelt es sich dabei um einen semikollaborativen Ansatz, der auch von anderen Wissenschaftlern wie Melchior (2009: 80) und Melchior/D’Agostini (2011: 252f) erwähnt wird. Die Option eines vollständig kollaborativen Ansatzes (cf. Abel 2006: 44), bei dem die Benutzer die Möglichkeit haben, Einträge direkt zu bearbeiten oder öffentlich zu kommentieren, wurde verworfen, um öffentliche Debatten, einseitige oder gar falsche Ergänzungen sowie Änderungen durch weniger erfahrene SprecherInnen zu vermeiden. Allerdings werden auch Diskussionen auf Facebook geführt, um direktes Feedback der BenutzerInnen zu erhalten und um verschiedene Varianten zu diskutieren. Zudem werden auch öffentliche Texte (z. B. auf Twitter) untersucht, um den Gebrauch gewisser Phraseme zu überprüfen.
Was das Layout der Beispielsätze betrifft, so finden sich in verschiedenen Wörterbüchern unterschiedliche Vorschläge; es gibt allerdings keine „goldene Regel“. Stets wird jedoch betont, dass die Sätze leicht erkennbar sein sollen. Oft werden sie kursiv oder fett dargestellt, manchmal können sie auch farbig sein – dieser letzte Punkt stellt jedoch eine Herausforderung für Papier- wörterbücher dar, da die Verwendung von Farben auch höhere Druckkosten mit sich bringt. In GEPHRAS und GEPHRAS2 werden Beispielsätze des heutigen Genuesischen dunkelgrau und kursiv in einer separaten Zeile unter einem bestimmten Phrasem dargestellt, sodass sie leicht identifizierbar sind (siehe auch Abbildung 1 in Kapitel 2.1.4).
Im Folgenden werden einige Beispielsätze aus GEPHRAS und GEPHRAS2 dargestellt. Es wird darauf hingewiesen, dass es sich um einen hybriden Ansatz handelt, bei dem für historische Phraseme Beispielsätze aus DESGEL (Toso i. V.) verwendet werden und für moderne Phrase- me Ad-hoc-Beispielsätze erstellt werden (auch in Anlehnung an Sketch Engine für Italienisch, cf. Kilgarriff et al. 2004).
In der folgenden Tabelle sind einige Beispiele aus der historischen Kategorie ersichtlich, die zum Lemma bròddo (‚brodo‘ = ‚Brühe‘) gehören. Alle Hervorhebungen wurden so übernom- men, wie sie im Original auftreten.

Wie die Beispiele zeigen, befinden sich im historischen Teil des Wörterbuchs auf der linken Seite die modernen Versionen und auf der rechten Seite die historischen Entsprechungen der Phraseme, wobei zu letzteren Beispielsätze aus historischen Texten integriert sind. Dabei findet sich nicht nur das Lemma bròddo in verschiedenen Schreibweisen (als broddo oder brodo), die graphischen Variationen betreffen auch andere Wörter: So wird z. B. cheuxe (‚kochen‘) auch als cœuxe, fâ (‚machen‘) als fa, o (‚der‘) als ro und sciorbî (‚schlürfen‘, im Sinne von ‚trinken‘) als sorbìgeschrieben. Um solche Beispiele zu dokumentieren, müssen all diese möglichen Variationen bei der Suche im Korpus berücksichtigt werden. Die historischen Phraseme von GEPHRAS/GEPHRAS2 werden von Professor Toso bereitgestellt, der sie aus bestimmten Subkorpora des von ihm erarbeiteten DESGEL bezieht (jeweils in Klammern vermerkt). Es handelt sich aus Platzgründen oft nur um Auszüge von Sätzen und nicht um ganze Sätze, die aber dennoch die Verwendung der Phraseme gut illustrieren. Zur Einsichtnahme in den gesamten Text sei auf die von DESGEL angegebene Bibliographie verwiesen, sobald diese öffentlich zugänglich sein wird. Die meisten Beispielsätze im Wörterbuch sind jedoch voll- ständige Gebrauchssätze, die heute verwendet werden könnten.
Im Folgenden werden die wichtigsten Kriterien zusammengefasst, auf denen die in GEPHRAS und GEPHRAS2 zu findenden Beispielsätze14 beruhen.
(a) Zunächst wurde eine zahlenmäßige Beschränkung der Beispielsätze pro Lemma vorgenom- men, die aus Zeit- sowie Platzgründen erforderlich war. So genügen bei fünf Phrasemen in einem Eintrag zwei Beispielsätze, bei fünf bis zehn Phrasemen genügen drei; bei mehr als zehn werden mindestens vier benötigt.
b) Bei der Positionierung der Beispielsätze im jeweiligen Eintrag wurde auf Einheitlichkeit großer Wert gelegt. Dabei wird versucht, für mehrere morphosyntaktische Kategorien im Anschluss an die Auflistung der Phraseme mindestens einen Beispielsatz zu geben.
(c) Es werden vorzugsweise Beispielsätze erstellt, die auf alltäglichen Phrasemen basieren und nicht auf sehr spezifischen. Anstatt eines Beispielsatzes mit o can o giappisce.il cane gua- isce (,der Hund jault‘) wird also einer mit o can baia.il cane latra, il cane abbaia (,der Hund bellt‘) gebildet: Za ben ben de persoñe se son allemantæ do fæto che o can di vexin o baie à tutt’oe..Molte persone si sono già lamentate del fatto che il canedei vicini abbai di con- tinuo. (‚Viele Leute haben sich schon darüber beschwert, dass der Nachbarshund ständig bellt.‘).
(d) Wenn ein Phrasem polysem ist, werden zwei separate Beispielsätze angegeben. Lediglich selten verwendete Wortverbindungen, die bereits „ausgedient“ zu haben scheinen, werden in den Beispielsätzen vermieden, wie z. B. das Genuesische caxo despiou [disus.]/caso dis- perato (,verzweifelter Fall‘).
(e) Um die Phraseme zu überprüfen, werden verschiedene Korpora und Wörterbücher konsul- tiert. Die Wörterbücher dienen dabei lediglich als Inspirationsquelle; das Kopieren der eventuell vorhandenen Beispielsätze ist aus urheberrechtlichen Gründen nicht möglich.
(f) Für die Beispielsätze des städtischen Genuesischen und des Standarditalienischen liegen exemplarische Audiodateien vor, die in ihrer Prosodie auch ligurische Merkmale enthalten können. In den Beispielsätzen sind verschiedene Arten von Registern enthalten (neutral, familiär/umgangssprachlich, mundartlich, technisch). Es folgen einige Beispiele:
Uña de tante attraçioin turistiche de Londra o l’é o cangio da guardia de fronte a-o Buc- kingham Palace..Una delle molte attrazioni turistiche londinesi è il cambio della guardia davanti a Buckingham Palace. (,Eine der vielen Touristenattraktionen Londons ist die Wachablösung vor dem Buckingham Palace‘).
T’ê pròpio un besugo, sæ! Te pâ o mòddo d’infiâ unna via inte un mòbile?/Certo che sei proprio un salame! Ti sembra sia quello il modo di infilare una vite in un mobile? (‚Du bist so ein Dussel! Befestigt man etwa so eine Schraube in einem Möbelstück?‘).
Ò çercou de parlâ a-o mæ prinçipâ de mæ scituaçion finançiäia, ma o se n’é battuo o bellin..Ho cercato di parlare al mio principale delle mie esigenze finanziarie, ma se ne è fregato. (‚Ich habe versucht, mit meinem Schuldirektor über meine finanziellen Bedürfnisse zu sprechen, aber das war ihm völlig egal‘).
(g) Gebrauchssätze sind oft spontan und meist an eine andere Person gerichtet. Wo es möglich ist, wird versucht, einen bestimmten Kontext anzugeben, um deutlich zu machen, in welcher Situation das ausgewählte Phrasem verwendet werden könnte. Dies illustriert zum Beispiel die Verwendung von soliti ciaeti.soliti pettegolezzi (‚üblicher Klatsch‘) in Mi no staiæ à dâ a mente à di commenti coscì. Ti ô sæ che son i sòliti ciæti missi in gio da quarche lengua de serpente..Io non farei caso a commenti del genere. Sai che sono i soliti pettegolezzi messi in circolazione da qualche lingua serpentina. (‚Ich würde solchen Kommentaren keine Auf- merksamkeit schenken. Du weißt, dass es nur das übliche Geschwätz ist, das von irgendei- nem Klatschmaul verbreitet wird‘).
h) Formal dürfen die Beispielsätze nicht übermäßig lang sein, aber auch keine bloße Wieder- holung eines auf sich selbst beschränkten Phrasems darstellen. Zum Beispiel ist der Satz Ammiæ de no scuggiâ in sciâ çeia!.State attenti a non scivolare sulla cera! (‚Passt auf, dass ihr nicht auf dem Wachs ausrutscht!‘) nützlich, weil er als Ganzes ein spontanes Phrasem darstellt, das im Alltag verwendet wird. Allerdings könnte der Satz noch verbessert werden, indem man mehr Kontextwissen angibt und darauf hinweist, dass der Boden gerade ge- wachst wurde.
(i) Sätze, die mehrdeutig sind oder lediglich dem Lebensprofil der LexikographInnen selbst entsprechen (z. B. Beispiele, die alle in der Stadt Genua spielen), sollten vermieden werden. Die Länge von Sätzen variiert je nach Kontext. So gibt es Sätze, die nicht weiter spezifiziert werden müssen, wie z. B. Cöse l’é ch’aggueitæ lì da-o barcon?.Cosa state sbirciando lì dalla finestra? (‚Was guckt ihr da durch das Fenster?‘); andere erfordern mehr Kontext und sind daher länger, wie Into basket un zugou incarregou de unna remissa feua do campo o no peu toccâ o ballon in sciô campo primma che o mæximo o l’agge toccou un atro zu- gou..Nella pallacanestro un giocatore incaricato di una rimessa da fuori campo non può toccare la palla in campo prima che la stessa abbia toccato un qualsiasi giocatore. (‚Im Basketball darf ein Spieler, der einen Einwurf ausführt, den Ball nicht berühren, bevor er einen anderen Spieler berührt hat‘). Manchmal setzt sich das Beispiel aus zwei Sätzen zu- sammen, wie in Ti veu che te passe de badda i apponti do corso? Ma manco pe l’anima!. Vuoi che ti passi gli appunti del corso senza pagarmi nulla? Ma neanche per sogno! (‚Du willst, dass ich dir die Kursunterlagen umsonst übergebe? Nicht im Leben!‘).
(j) Die Beispielsätze müssen natürlich, politisch korrekt (vulgärsprachliche Ausdrücke stellen eine Ausnahme vor), neutral und objektiv sein. Es werden jedoch auch einige vulgäre oder beleidigende Begriffe einbezogen, da sie einen Teil der Sprache und Mentalität einer be- stimmten Sprachgemeinschaft widerspiegeln. Ein Beispiel dafür ist der Satz Ma in sciâ fin t’æ capio comm’a l’é che o Ivan o l’à vosciuo anâ à stâ à cà de bagasce?.Ma alla fine hai capito come mai Ivano sia voluto andare ad abitare in culo al mondo? (‚Hast du eigentlich verstanden, warum Ivano an den Arsch der Welt ziehen wollte?‘).
(k) Es wird versucht, die Gleichstellung der Geschlechter zu respektieren, indem sowohl männ- liche als auch weibliche Namen verwendet werden. Auch müssen die Beispielsätze entwe- der frei erfunden oder so stark verfremdet sein, dass eine Identifikation beteiligter Personen nicht möglich ist. Etwaige Ähnlichkeiten sind somit rein zufällig. Die Projektleiterin gab dabei nicht nur alle Kriterien für die Erstellung der vereinfachenden Sätze vor, sondern stellte für die Projektmitarbeitenden auch eine Liste von in Italien gebräuchlichen Vorna- men zur Verfügung, die verwendet werden sollen, um nicht immer wieder dieselben Namen zu wiederholen. Dies illustrieren die folgenden zwei Beispiele, die sowohl maskuline als auch feminine Namen enthalten: Quand’o va à vedde e partie o Poulo o se mette delongo indòsso unna scerpa co-i coî da squaddra do cheu..Quando va allo stadio, Paolo si mette sempre una sciarpa con i colori della squadra del cuore. (‚Wenn er ins Stadion geht, trägt Paolo immer einen Schal in den Farben seiner Lieblingsmannschaft.‘), Me creuva o cheu da-o vedde a Rita coscì abbacioccâ. Me saieiva cao che ghe fïse quarche mainea d’aggiut- tâla./Non mi regge il cuore a vedere Rita così giù di corda. Mi piacerebbe ci fosse almeno un modo per aiutarla (‚Ich kann es nicht ertragen, Rita so niedergeschlagen zu sehen. Ich wünschte, es gäbe einen Weg, wie ich ihr helfen könnte.‘).
(l) Der Inhalt der Sätze darf nicht absurd sein, sondern muss einem wahren oder möglichen Sachverhalt entsprechen: Co-o tempo l’é scentou i coî originäi e a-a giornâ d’ancheu ste colònne en gianche comme o marmao..Con il tempo sono scomparsi i colori originari e oggigiorno queste colonne risultano bianche come il marmo. (‚Im Laufe der Zeit sind die ursprünglichen Farben verschwunden, und heute sind diese Säulen weiß wie Marmor.‘).
(m) Sätze unterscheiden sich in ihrer syntaktischen Struktur und dem ausgeführten Sprechakt,z. B. in deklarativ, ausrufend, fragend, hypothetisch, affirmativ etc. Im Rahmen des Projekts wird versucht, nach Möglichkeit viele unterschiedliche Verbformen sowie Strukturen zu verwenden (variātio iuvat). Nebensätze können verwendet werden, allerdings sollten re- dundante Elemente oder zu komplexe Strukturen vermieden werden.
(n) Bei der Übersetzung muss auf mehrere Faktoren besonders geachtet werden. Wenn es exakte Äquivalente gibt, werden diese den Synonymen oder Paraphrasen vorgezogen, und in besonderen Fällen, wie z. B. bei Realia, müssen andere Übersetzungsstrategien ange- wandt werden, die bei Bedarf erläutert werden. Entsprechend den italienisch-genuesischen Übersetzungskonventionen werden italienische Personennamen auch ins Genuesische über- setzt. Unter den verschiedenen Fallstricken der Übersetzung ist besonders auf falsche Freunde, die Verwendung von Singular-/Pluralformen und die Vermeidung von Regiona- lismen zu achten (so entspricht çeia mòlla im Italienischen cera molle und nicht etwa cera molla – eine Variante, die z. B. in Genua verwendet wird).
2.1.9 Didaktische Merkmale
Das Wörterbuch dokumentiert genuesische Phraseme mit ihren italienischen Äquivalenten, die sowohl für das Verstehen und Schreiben von Texten als auch für das Erlernen der genuesischen Sprache im Allgemeinen und somit auch für das Sprechen nützlich sind. Das Wörterbuch kann einzeln oder in der Klasse zu Unterrichtszwecken verwendet werden. Es bietet metalinguisti- sche Markierungen (siehe Kapitel 2.1.2) einschließlich Informationen über die Valenz und Bei- spielsätze (siehe Kapitel 2.1.8); außerdem ist es möglich, die Audio-Aufnahmen zu den Phrasemen und Beispielsätzen anzuhören. Die Phraseme sind zusätzlich auch phonetisch transkribiert (siehe Kapitel 2.1.7). Zwei weitere Aspekte, die aus didaktischer Sicht besonders innovativ erscheinen, sind zum einen die Erklärung idiomatischer Ausdrücke, die in runden Parenthesen zusammengefasst werden, wie in in êse de casa e de butega inte un pòsto.essere sempre in uno stesso luogo (= ‚frequentare assiduamente un luogo‘) ‚immer am selben Ort sein‘ (= ‚einen Ort eifrig frequentieren‘)15. Wenn Zweifel an der Interpretation einer Kollokation bestehen, wird auch hier eine Erklärung eingefügt, wie in serrâ un caxo.chiudere un caso (= ‚dare per conclusa l’investigazione di un caso‘) ‚einen Fall abschließen‘ (= ‚die Untersu- chung eines Falles abschließen‘) (cf. auch Autelli/Konecny 2020). Auch in vergleichenden Phrasemen wird in Klammern erklärt, was gemeint ist, wie in ësighe schissou comme e ancioe inti barî.essere schiacciati come in una scatola di sardine (= ‚essere appiccicati l’uno all’altro in qualche luogo per mancanza di spazio‘/‚wie in einer Sardinenbüchse zusammengequetscht werden‘ (= ‚aus Platzmangel sehr eng aneinanderstehen‘).
Ein weiterer nützlicher Aspekt für den Unterricht betrifft die Einbeziehung von Abbildungen, die ähnlich wie in dem Wörterbuch von Konecny/Autelli (i. V.) sowohl die phraseologische als auch die wörtliche Bedeutung von Phrasemen – in diesem Fall nicht nur von Kollokationen, sondern auch von anderen Arten von Phrasemen – in einer einzigen Zeichnung zeigen (cf. auch Konecny/Autelli 2013).16 Dies ist auch in der genuesischen Lexikographie ein neuer Ansatz. Wenn Bilder in den genuesischen Wörterbüchern verwendet werden – in eher seltenen Fällen (cf. z. B. Autelli 2020) –, dann wird entweder nur die phraseologische oder nur die wörtliche Bedeutung der Kombination angegeben (wie weitgehend z. B. in Ferrando/Ferrando 1979 gezeigt). Alternativ werden Illustrationen gezeigt, die sich auf spezifische, oft häusliche Kontexte beziehen, wie in Paganini (1857) und Schmucker (1981), wo z. B. verschiedene Gegenstände (oft monolexikalisch) dargestellt werden, nicht aber idiomatische Ausdrücke. In Bampi (2008) werden auch wörtliche Elemente aus einigen Geschichten dargestellt, wie A ræna e o beu (‚Der Frosch und der Ochse‘).
In GEPHRAS und GEPHRAS2 finden sich Abbildungen für ausgewählte Phraseologismen in den Einträgen einzelner Lemmata, die von dem genuesischen Künstler Matteo Merli geschaffen wurden. Erklärende Beschreibungen sind auf Genuesisch, Italienisch, Englisch und Deutsch beigefügt – Englisch als Metasprache des Wörterbuchs, um den internationalen Charakter des Projekts zu verstärken; Deutsch, weil beide Projekte in Österreich durchgeführt werden. Ein konkretes Beispiel für die Beschreibungen findet sich im letzten Teil von Abbildung 2 oben. In den Illustrationen werden verschiedene Arten von Phrasemen dargestellt, wie die folgenden Beispielen zeigen:

Auf der rechten Seite von Abbildung 10 ist die phraseologische Bedeutung der Kombination ersichtlich, nämlich das Absenken einer Flagge. Da es im Genuesischen aber wörtlich heißt‚eine Flagge runterwerfen‘, ist diese Bedeutung auch links angegeben. Abbildung 11 zeigt eine genuesische Redewendung, die darauf hinweist, dass man denselben Fehler zweimal begeht. Deshalb sieht man in der Zeichnung die Verzweiflung des Fahrers, der einen Fehler gemacht hat (angedeutet durch das Zuschlagen der Hand in sein Gesicht). Um anzuzeigen, dass der Fehler zweimal gemacht wird, wurde „x 2“ hinzugefügt. Dann wird die wörtliche Komponente angegeben: Im Genuesischen wird dieser Ausdruck nämlich wörtlich mit fare la seconda (wörtl. ‚den zweiten Gang machen‘ bzw. ‚einlegen‘) wiedergegeben. Wenn im Italienischen la seconda als Substantiv verwendet wird, denkt man i. d. R. an den zweiten Gang der Gangschal- tung eines Autos, weshalb in der Zeichnung auf diesen angespielt wird. In der Abbildung 12 wird eine vulgärsprachliches Phrasem verwendet: avei ciù cû che træ bagasce bedeutet ‚ein schamloses Glück haben‘. Das Glück wird durch das vierblättrige Kleeblatt und die Geld- scheine angedeutet, die der strahlende Mann in der Hand trägt, der solches Glück gehabt hat
Um das große Glück zu verdeutlichen und mit der wörtlichen Bedeutung der Kombination zu spielen (‚mehr Arsch als drei Huren haben‘), wird der glückliche Mann mit einem enormen Po dargestellt, der noch deutlich umfangreicher ist als jener der drei Prostituierten im Hintergrund, die ihrerseits bereits ein ziemlich ausgeprägtes Hinterteil haben.
Das Wörterbuch kann sowohl für den Unterricht für Erwachsene als auch für Kinder hilfreich sein und für verschiedene Sprachniveaus Anwendung finden. Die Suche kann sowohl auf Genuesisch als auch auf Italienisch erfolgen und steht für Unterrichtszwecke ebenso wie für den privaten, individuellen Gebrauch (digital) zur Verfügung.
3 Schlussbemerkungen
Mit dem vorliegenden Beitrag ist die Entwicklung der Dialektphraseographie aufgezeigt worden, die in den letzten Jahren durch die FWF-Projekte GEPHRAS und GEPHRAS2 vorangetrieben wurde. Diese sind auf die genuesisch-italienische Phraseographie ausgerichtet und können als Vorbilder für andere Variäteten gelten (z. B. für die nicht urbanen Varietäten des Genuesischen, die gebräuchlicher sind und auch interessante historische Entwicklungen zeigen, cf. Forner 1988: 459–461). Das gesamte Wörterbuch weist einige Neuerungen sowohl in der Mikro- als auch in der Makrostruktur auf. So sind die Kernlemmata nicht nur in alphabetischer Reihenfolge gelistet, sondern die Einträge sind zudem nach den einzelnen Phrasemen und ihrer morphosyntaktischen Struktur kategorisiert. Das Wörterbuch enthält sowohl zeitgenössische Phraseme als auch historische, die als solche gekennzeichnet werden. Zur Veranschaulichung ihrer Verwendung werden jeweils einige Beispielsätze angeführt, die nach wissenschaftlichen Kriterien speziell für die Bedürfnisse eines phraseologischen Wörterbuchs formuliert sind. Das digitalisierte Werk macht es zudem möglich, Audiodateien der Phraseme sowohl auf Italienisch als auch auf Genuesisch anzuhören. Um das Verständnis zu erleichtern und zu verdeutlichen, welche Variationen möglich sind, bietet das Wörterbuch auch Transkriptionen in IPA an, die auch die Phänomene der Phonotaxis berücksichtigen. Darüber hinaus enthält das Wörterbuch zu didaktischen Zwecken amüsante Zeichnungen, die die wörtliche und phraseologische Bedeutung einer ausgewählten Wortkombination für jedes genuesische Lemma zeigen. Insbesondere hält sich das Wörterbuch an eine bestimmte Schreibweise, gibt den BenutzerInnen aber die Möglichkeit, auch unter Verwendung anderer Schreibweisen zu recherchieren. Die italienischen Äquivalente werden systematisch aufgelistet und sind oft mit Erläuterungen versehen. Darüber hinaus sind einzelne Phraseme auch mit unterschiedlichen Verwendungsmarkierungen versehen, die wichtige Information zur Diapha- sik liefern. Ziel der beiden Projekte GEPHRAS und GEPHRAS2 ist es, einerseits die genuesi- sche Sprache zu erhalten und zu dokumentieren und andererseits zur Schaffung ähnlicher phraseologischer Werke beizutragen.
Natürlich wären weitere Ergänzungen denkbar. So wäre es für die Zukunft etwa wünschens- wert, phraseologische Wörterbücher auch für andere Varietäten und (insbesondere mündliche) Korpora zu erstellen, die zusätzliche Informationen bereitstellen können. Sicherlich könnten auch für das Genuesische eine Reihe weiterer Phraseme dokumentiert werden, z. B. durch die Aufnahme von Verben und Adverbien als Lemmata sowie die Integration weiterer Lemmata, die nicht unbedingt zum Grundwortschatz gehören, als auch durch die Untersuchung anderer Typen von Phrasemen wie etwa Phraseoschablonen (cf. Schafroth 2020 für weitere Informatio- nen zu dieser Art von Phrasemen). Vorstellbar wäre es auch, weitere Varietäten in das beste- hende Wörterbuch zu integrieren, um direkte Vergleiche zwischen ihnen ziehen zu können. Die immer leichtere technische Verfügbarkeit erlaubt auch ein Nachdenken über Entwicklungs- möglichkeiten wie z. B. die Einbeziehung interaktiver Karten (ähnlich wie bei VerbaAlpina). Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Dialektphraseographie derzeit eine bedeutende Wachstumsphase durchläuft und wahrscheinlich in naher Zukunft weitere spannende Ent- wicklungen erleben wird.
Literaturverzeichnis
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Kramer, Matthias (1676b): Del dizzionario italiano-tedesco, parte seconda. Fa parte di: Il nuovo dizzionario delle due lingue italiana-tedesca e tedesca-italiana, amplificato di ric- chissima fraseologia overo uso genuino e nazio de’ vocaboli, fornito de’ termini e locuzioni proprie di stato, di guerra, mercanzia. Opera compita, utilissima, e da molti desiderata. Distinta in due tomi, compilata con essattissima diligenza e fatica da’ più famosi scrittori. Da Mattia Kramer maestro delle lingue. Norimberga: alle spese di Morizio Wolfango e de gli heredi di Giovann’Andrea Endter.
Kramer, Matthias (1678): Das neue dictionarium oder wort-buch in teutsch-italianischer sprach: reichlichausgefürt mit allen seinen natürlichen redens-arten, wol versehen mit ei- gentlichen kunst-wörten in staats-kriegs-handels- und allen andern nahmhafften professio- nen der gantzen welt. Mit sehr grossem fleiß und mühe aus den allerberühmtesten scribenten für die liebhaber beyder sprachen zusammengetragen, von Matthia Krämer, sprachmeister. Fa parte di: Il nuovo dizzionario delle due lingue italiana-tedesca e tedesca-italiana, am- plificato di ricchissima fraseologia overo uso genuino e nazio de’ vocaboli, fornito de’ ter- mini e locuzioni proprie di stato, di guerra, mercanzia. Opera compita, utilissima, e da molti desiderata. Distinta in due tomi, compilata con essattissima diligenza e fatica da’ più famosi scrittori. Da Mattia Kramer maestro delle lingue. Norimberga: alle spese di Morizio Wol- fango e de gli heredi di Giovann’Andrea Endter.
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Fußnote